Schlimmer geht's fast nimmer
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wirklich der einzige Pluspunkt: Öffentlich ist das Callcenter wirklich gut zu erreichen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Vieles, aber am Schlimmsten ist sicher das komplette Ignorieren fast aller Arbeitnehmerrechte.
Verbesserungsvorschläge
Die Kommunikationskultur und die Organisation gehören dringendst überdacht und verbessert.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist von permanenten Druck geprägt. Beispiel: Bereits vor der Einstellung erklärt ein Mitarbeiter der HR tatsächlich, dass das Unternehmen noch nicht einmal so tut, als würden sie die gesetzlich vorgeschriebenen Bildschirmpausen einhalten (nur sechs statt der gesetzlichen zehn Minuten in der Stunde).
Kommunikation
Findet beiläufig und auf Zufallsbasis statt. Kommuniziert wird was und wann es dem Teamleiter gerade einfällt - was unter anderem dazu führte, dass in meinem Projekt die Mitarbeiter unterschiedliche Definitionen des Arbeitsbeginns hatten.
Kollegenzusammenhalt
War tatsächlich - zumindest innerhalb des Projektteams - in Ordnung.
Work-Life-Balance
Dienstpläne ändern sich nahezu spontan, gerne auch mehrmals in der Woche.
Vorgesetztenverhalten
Chaotische Planung, noch chaotischere Kommunikation - in bester Wiener Tradition hat man auch schnell das Hackl im Kreuz.
Interessante Aufgaben
Von Haus aus ja schon keine interessante Arbeit, hat man sich punktgenau an Vorgaben zu halten und Null Einfluss. Man kann von Glück sagen, wenn man vo den aktuellen Vorgaben weiß (siehe Kommunikation).
Gleichberechtigung
Wäre mir zwar prinzipiell nicht negativ aufgefallen, allerdings gab es während meiner ganzen Zeit dort auch keine TeamleiterIN untergekommen.
Umgang mit älteren Kollegen
Weder negativ noch positiv aufgefallen. Der Beruf bringt es mit sich, dass dort hauptsächlich Studenten neben der Uni jobben.
Arbeitsbedingungen
Computer waren relativ aktuell, allerdings gab es auch immer wieder gröbere Ausfälle. Lärmpegel war - naturgemäß - recht hoch, allerdings waren die Headsets angemessen Geräusch unterdrückend.
Belüftung bestand aus geöffneten Fenstern und einigen Standventilatoren - absolut nicht ausreichend.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mir wäre kein Engagement in diese Richtung aufgefallen.
Gehalt/Sozialleistungen
Gehalt ist genau das KV-Minimum, aber das ist für mich in Ordnung. Auszahlung fand prinzipiell an zufälligen Tagen und immer wieder auch mal eine Woche nach Monatsbeginn statt.
Den Stand der Überstunden hat man nur auf eindringliches Nachfragen erfahren, abgerechnet werden diese anscheinend grundsätzlich nicht.
Sozialleistungen finden nicht statt.
Image
Hätte während meiner Zeit dort von normalen Mitarbeitern kein gutes Wort über das Unternehmen gehört. Von den höheren Chargen natürlich nur das Beste.
Karriere/Weiterbildung
Das einzig positiv Erwähnenswerte: Stellen werden zuerst intern ausgeschrieben.