Gehalt oder doch nur Schmerzensgeld?
Gut am Arbeitgeber finde ich
Tatsächlich nichts
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Den Umgang mit den Mitarbeitern, der insbesonder im Hinblick auf die Überstunden schon fast ausbeuterischen Charakter hat. Für Therapeuten ist unter der Woche absolut kein Privatleben möglich, da sie nie wissen wann sie gehen dürfen.
Es fehlt jedes bewusstsein dafür, dass das eigene Verhalten den Mitarbeitern die Arbeit sehr schwer macht und auch im Privatleben äußerst belastend ist.
Kleine Wertschätzungen im Sinne von Weihnachtsfeiern finden ebenfalls nicht statt.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre hängt sehr von der Tageslaune ab. Diese kann sich allenfalls auch im 5 Minuten Takt ändern. Im zweifelsfall bedeutet das, dass mann alle 30 Sekunden wütent angefahren oder mit unzusammenhängenden und sinnlosen Fragen oder Vorwürfen konfrontiert wird.
Bei Problemen oder Fehlern (real existent oder kurzfristigen Einbildungen entspringend) ist jeder verantwortlich der gerade zufällig in der Nähe ist. So darf das Sekretariat sich auch erklären wenn Therapeuten ihre Akten nicht wie gewünscht führen oder Patienten ihre Termine vergessen.
Der Umgangston ist meistens hart und unfreundlich, während den regelmäßig vorkommenden Wutanfällen kam es auch zu Beschimpfungen.
Kommunikation
Von Kommunikation kann eigentlich keine Rede sein. Entscheidungen, Richtlinien über Verhaltensweisen etc. werden nach Tageslaune getroffen und können sich dementsprechenden im 5 Minuten Takt ändern. Sie werden darüber hinaus nur einzelnen zufällig anwesenden Personen mitgeteilt. Es gibt keinen einheitlichen Informationsstand, man weiß nie welche Regeln gerade für wen gelten. Wenn es aufgrund der mangelnden Kommunikation zu Problemen kommt fehlt dafür jedes Verständis und man sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, dass man Fehler nur macht weil einem "alles egal ist" oder "man etwas zufleiß tun möchte" oder " es einfach nicht kapiert". Es ist egal wie sehr man sich bemüht man kann es nicht richtig machen. Einsicht für eigene Fehler fehlt dabei von der Seite der Vorgesetzten vollkommen.
Kollegenzusammenhalt
Prinzipiell sind viele der Kollegen sehr bemüht zusammen zu halten und zumindest untereinander einen guten Umgang zu pflegen. Unter dem ständigen Druck ist das aber oft nicht möglich.
Work-Life-Balance
Öffnungszeiten sind grundsätzlich von 7.30 bis 20.00 Uhr. An die ausgemachten Arbeitszeiten hält man sich allerdings nicht. Die Termine werden komplett ausgefüllt es gibt keinen Puffer für Notfälle. Wenn ein Patient aus welchem Grund auch immer wichtig erscheint werden auch ohne zu fragen kurzfristig Überstunden angesetzt so dass manche Therapeuten regelmäßig bis zu 9h oder 10h arbeiten. Wenn es der Laune entspricht werden dafür kurzfristig Überstunden abgebaut und Patienten zu anderen Therapeuten verschoben oder die Termine abgesagt.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten ist absolut unzumutbar. Die eigene Überforderung wird an allen Mitarbeitern ausgelassen. Es kommt regelmäßig zu Wutanfällen und herablassenden Äußerungen.
Interessante Aufgaben
Im Grunde handelt es sich im Administrativen Bereich um die typischen Sekretariatsaufgaben. Diese werden jedoch durch sich ständig ändernde speziell gewünschte Vorgangsweisen unnötig verkompliziert und durch das veraltete Büromaterial in die Länge gezogen.
Gleichberechtigung
Komischerweise kriegen die Wutanfälle hauptsächlich die weiblichen Mitarbeiter ab.
Umgang mit älteren Kollegen
Kein Ahnung, ich glaube niemand hält es dort bis zur Pension aus. Das ist im Hinblick auf mit dem Pensionseintritt allenfalls fällige Leistungen ja auch nicht unpraktisch.
Arbeitsbedingungen
Zu wenig Platz und veraltetes Equipment
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Da es kein ordentliches Computerpogramm gibt wird Papier ohne Ende verschwendet.
Gehalt/Sozialleistungen
Gehalt ist vergleichsweise gut. Sonstige Vorteile (Gleitzeit etc.) gibt es nicht.
Karriere/Weiterbildung
Aufstiegsmöglichkeiten gibt es nicht. Weiterbildungen werden zwar akzeptiert (die notwendige Zeit freigeschaufelt) aber nicht im Gehalt berücksichtigt.