Peinlich, wenn der Arbeitgeber (Einsatzleitzentrale) sich selbst bewertet, anstatt Kritik aufzugreifen...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Lohn, Sozialleistungen, ÖV-Ticket für die Innenstadt inkludiert, Gratis-Essen. Gratis-Kaffee hervorzuheben, ist heutzutage eher schon peinlich...
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Steht alles im weiteren Text.
Verbesserungsvorschläge
Vom hohen Ross heruntersteigen. Ältere MA wertschätzen, die dann vielleicht doch bis 65 dabei bleiben wollen, anstatt so schnell wie möglich die Flucht anzutreten. Nicht nur "Goodies" an neue MA verteilen, auch den langjährigen Angestellten mal etwas gönnen.
Arbeitsatmosphäre
Immer schlechter. Von oben wird man nicht ernst genommen, eher als leicht blöd belächelt. Dabei checken die Mitarbeiter viel mehr, wie es läuft, als die Chefetage meint. Höhere Vorgesetzte lassen sich erst gar nicht blicken.
Kommunikation
Wie schon ganz oft hier gesagt: Schlecht! Nur die nötigsten Infos werden weitergegeben, vieles erfährt man zufällig, über dritte Quellen oder mit Verspätung.
Kollegenzusammenhalt
Noch ein grosses Plus. Aber mit der wachsenden Fluktuation wird das nicht leichter, ein Teamgefüge zu entwickeln. Beteiligung an Events ausserhalb der Arbeit gering - sind immer dieselben, die mitmachen.
Work-Life-Balance
Nein, der Dienstplan hat nicht an Qualität gewonnen. Neue Mitarbeiter kriegen "Zucker-Pläne", andere arbeiten ständig Spät- und Kurzdienste mit viel zu kurzen Pausen dazwischen. Dienstplan - ein Thema seit Jahren mittlerweile und keine wirkliche Besserung in Sicht.
Vorgesetztenverhalten
Auf Ebene Teamleiter grössenteils ok, aber deren Einfluss ist minimal. Entscheidungen werden darüber getroffen und die TL müssen sie dann gegen ihre eigenene Meinung verkaufen. Das wissen die Mitarbeiter, aber es nervt sie natürlich trotzdem.
Interessante Aufgaben
Natürlich ist die Arbeit interessant, aber man könnte ihre Umsetzung viel angenehmer gestalten.
Gleichberechtigung
Sechs Teamleiter - eine Frau. Darüber keine Frauen mehr in Führungspositionen. Soviel dazu.
Umgang mit älteren Kollegen
Kollegen von +/- 60 Jahren noch unrealistische Ziele aufzulegen, zu verlangen dass sie sich ändern oder schneller werden, zeugt nicht gerade von Achtung vor dem Alter. Die Möglichkeit zum Verzicht auf Nachtdienste besteht ebenfalls nicht.
Arbeitsbedingungen
Technik und Infrastruktur gut, Temperatur oft zu niedrig, aber im grossen und ganzen ok.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Völlig papierlos ist man immer noch nicht.
Gehalt/Sozialleistungen
Das grosse Plus, weshalb viele bleiben, obwohl sie innerlich gekündigt haben.
Image
Die Aussenwahrnehmung ist sicher deutlich besser als die der MA gegen innen.
Karriere/Weiterbildung
Echte Karrierechancen sind rar, gibt nicht viele Möglichkeiten innerhalb der ELZ aufzusteigen. Grösste Katastrophe die Ausbildung. Neue Calltaker werden von anderen ausgebildet, die selbst erst zwei Monate da sind. Ausbildungsabteilung nur noch mit zwei Personen, da aufgrund der Persönlichkeit des Ausbildungsleiters alle anderen schon vor langem abgesprungen sind.