Ein sehr durchwachsenes Praktikum
Gut am Arbeitgeber finde ich
Dass man sich die Arbeitszeiten (Gleitzeiten) und Pausen selber einteilen kann (sofern man auf die vorgegebenen Stunden in der Woche kommt), dass man von Anfang an integriert wird und die Tatsache, dass es einen Office-Hund gibt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Unkoordiniert, kaum klare Aufgabenstellungen, auf Feedback wird nur mäßig reagiert
Verbesserungsvorschläge
Empathie entwickeln, die vollbrachte Arbeit wert schätzen, sich (auch als Vorgesetzter) an die Regeln halten, persönliche Probleme aus der Arbeit raus halten und sich nicht davor scheuen Fehler zuzugeben
Arbeitsatmosphäre
Wenn einem die geleistete Arbeit gefällt, wird man einigermaßen gelobt. Wenn die geleistete Arbeit nicht gut ankommt, gibt es leider selten Vorschläge, was man konkret besser machen soll. Mangel an konstruktiver Kritik.
Kommunikation
Es gibt wöchentliche Teammeetings, in denen Aufgaben besprochen werden, diese wurden teilweise unklar kommuniziert.
Kollegenzusammenhalt
Je nach Person unterschiedlich
Work-Life-Balance
Man kann sich die Arbeit und die Pausen selber einteilen, Urlaubstage werden grundsätzlich auch akzeptiert.
Homeoffice ist nur im absoluten Ausnahmenfall gestattet.
Vorgesetztenverhalten
Zu Beginn meines Praktikums gab es keine bemerkbaren hierarchischen Ebenen. Der Abgang des Geschäftsführers konnte nicht kompensiert werden und dies hatte auch Auswirkungen auf die Unternehmensphilosophie.
Interessante Aufgaben
Man wird darauf hingewiesen, dass man keine Aufgaben machen muss, die man nicht machen möchte. Jedoch wird die Offenheit, die von einem gewünscht ist, in den meisten Fällen nicht anerkannt.
Die Vorgesetzten sprechen sich bei den Wünschen zu einer bestimmten Aufgabe nicht ab, weswegen man oftmals völlig umsonst eine Aufgabe verrichtet, da diese dann dem anderen nicht mehr gefällt.
Beispiel 1: Eine Unternehmenspräsentation sollte nur inhaltlich überarbeitet werden und es war vorgegeben sich an das Design zu halten, nach Beendigung hieß es, sie solle gekürzt werden, nach Beendigung der Kürzung hieß es, das Design wäre unpassend, obwohl man sich von Beginn an an das Design halten sollte. Meine Kritik zu diesem Wirrwarr stieß auf Unverständnis.
Beispiel 2. Man denkt oft eine Aufgabe vollendet zu haben, obwohl man erst einen Zwischenschritt (den man selber nicht machen würde) beendet hat. So geht es mit Übersetzungsaufgaben. Man wird dazu aufgefordert eine komplette Website heraus zu schreiben aber erst nach Beendigung darüber informiert, dass man alles noch übersetzen muss.
Arbeitsbedingungen
Die Tische sind höhenverstellbar, jedoch verursachen die Stühle dennoch massive Rückenschmerzen. Es wird mit Macbooks gearbeitet, die auf dem neusten Stand sind. Es existiert eine ausreichend ausgestattete Küche und die Sanitäranlagen entsprechen den Hygienestandarts.
Gehalt/Sozialleistungen
Für ein Pflichtpraktikum absolut in Ordnung.
Karriere/Weiterbildung
Es kann vorkommen, dass man durch Agorize Kontakte zu erfolgreichen Unternehmen herstellen kann und von ihnen Jobangebote bekommt.