Beamten bevorzugt...
Arbeitsatmosphäre
Die "Überwachungsmentalität" ist allgegenwärtig. Verstehen sich die Kollegen untereinander auch gut, bleibt immer die Angst, auch für kleine Fehler geradestehen zu müssen.
Kommunikation
Da nur eine Person alle Verlagsangelegenheiten entscheidet, ist Mitsprache und Kommunikation fast nicht gegeben. Mitarbeiter haben eingeschränkte Zugriffsrechte an den PCs und sind nur selten in Entscheidungsprozesse eingebunden.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist gut, die hohe Fluktuation und die allgemeine Unzufriedenheit sind allerdings deutlich bemerkbar.
Work-Life-Balance
Feste Arbeitszeiten und ein Feierabend um 17 Uhr sind sicher positiv, auch lassen sich Überstunden und Urlaubstage meist problemlos frei nehmen. Gleitzeit oder die Möglichkeit, überhaupt erst Überstunden zu machen fehlen allerdings. Dies ist von der Geschäftsleitung nicht gewünscht.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten kann mindestens als misstrauisch, vielleicht sogar als paranoid bewertet werden. Sämtliche Entscheidungen müssen von den jeweiligen Vorgesetzten und final von der Geschäftsleitung persönlich abgesegnet werden, was dementsprechend bürokratische, unflexible und langwierige Entscheidungsvorgänge verursacht.
Interessante Aufgaben
Gerade als Ausbildungsstelle wird weit mehr versprochen als gehalten. Viele Aufgaben hangeln sich an Checklisten und teils jahrealten Anleitung entlang. Freiraum für "Neues" gibt es selten, viele Aufgaben ließen sich auch von einem Sachbearbeiter bearbeiten. Das kompensiert allerdings die Tatsache, dass die Mitarbeiter chronisch überlastet sind.
Gleichberechtigung
Hier gibt es nichts zu beanstanden, stellt aber auch keinen präsenten Faktor im Alltag dar.
Arbeitsbedingungen
Sparen, sparen, sparen! Die extreme Sparmentalität beginnt bei leistungsschwachen Rechnern und fehlendem Festplattenspeicher auf den Servern, geht weiter über Alltagsprogramme die aus Lizenzkostengründen nur auf zwei oder drei Rechnern installiert wurden und endet irgendwo beim Mangel an Büromaterial.
Gehalt/Sozialleistungen
Sozialleistungen werden im gesetzlichen Rahmen angeboten, das Gehalt liegt allerdings - zumindest in den unteren Mitarbeiterebenen - weit unter dem branchenüblichen Maß. Verhandlungsspielraum gibt es keine, Sonderleistungen werden keine Angeboten. Die extrem hohen Lebenshaltungskosten im Großraum München finden keine Beachtung.
Image
Während die Produkte als gut, wenn auch teilweise etwas altbacken gelten, hat der ERV als Arbeit- oder Auftragsgeber in der Branche keinen besonders guten Ruf.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen sind rar, für Auszubildende überhaupt nicht vorgesehen. Karrieremöglichkeiten gibt es trotz der hohen Mitarbeiterfluktuation selten und nur mit Abstrichen (im Vergleich niedriges Gehalt, keine Gleitzeit, etc.).