Überlegt es euch gut
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kollegen sind top. Die Teamleiter lassen sich teilweise lustige Dinge einfallen (Ausflüge, etc). Wirklich lange hält man es dort aber nicht aus.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Chefs, Arbeitsklima, Arbeitsbedingungen, kein Betriebsrat (wird aktiv verhindert). Es werden zwar sporadisch gute Angebote seitens der Standortleitung gemacht (Obsttage, Hunde erlaubt, etc) aber das hebt die schlechte Stimmung seitens der Chefriege nicht auf.
Verbesserungsvorschläge
Betriebsrat zulassen, um endlich Verbesserungen machen zu können. Den Mitarbeitern zuhören, nicht anschreien. Sich selbst reflektieren, nicht die Schuld auf andere schieben.
Arbeitsatmosphäre
Der Druck, der von der SL und PL aufgebaut wird, ist schlichtweg grauenhaft. Die Teamleitung gibt das natürlich an die Agenten weiter (ob da noch ne Abschwächung drin ist, kann ich nicht beurteilen). Ich habe schon einige Kollegen wegen Burnout gehen sehen, darunter nicht nur Agenten, sondern auch Supervisoren.
Kommunikation
Die offizielle Kommunikation könnte besser sein, besonders in der Führungsebene. Dafür läuft die "unter-uns-gesagt"-Schiene umso besser.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt, das Zusammenarbeiten und allgemein die Stimmung ist super. Ich habe selten so tolle, offene Kollegen gehabt, und das fast ausnahmslos.
Work-Life-Balance
Wenn die Planung schläft, kann es sein, dass man keine 11 Stunden zwischen den Schichten hat, so wie gesetzlich verlangt. Lässt sich meist aber leicht regeln. Es kann vorkommen, dass man an seinem freien Tag angerufen wird. Am Wochenende und Feiertags wird natürlich gearbeitet, es gibt aber keine Ausgleichstage dafür. Wenn man keinen Urlaub beantragt, muss man schon viel Glück haben, um da nicht arbeiten zu müssen.
Vorgesetztenverhalten
Die Chefs (PL und höher) sind absolut unfähig der Personalführung. Sie verstehen kein Stück das Prinzip eines zufriedenen Angestellten, und scheinen das Kapital, das in diesem steckt nicht mal zu ahnen. Die Führungsriege ist einer der Hauptgründe, weshalb es eine gigantische Fluktuation in dieser Firma gibt. von der Projektleitung aufwärts, bis ganz nach oben.
Auf Höhe der Teamleiter gibt es sicherlich Verbesserungsmöglichkeiten, jedoch ist es hier sehr viel angehmer, und man wird besser behandelt.
Interessante Aufgaben
Was soll man dazu sagen? Typische CallCenterAufgaben eben. Manche gehen darin auf, für andere ist das der blanke Horror.
Gleichberechtigung
Klar hat derjenige bessere Aufstiegschancen, der sich besser präsentiert, aber ich habe bisher nicht erlebt, dass irgendwer wegen kultureller Hintergründe benachteiligt worden wäre.
Umgang mit älteren Kollegen
Werden behandelt, wie alle anderen auch. Zwar will das nicht viel heißen, aber immerhin.
Arbeitsbedingungen
Alte, langsame PCs. Klimaanlage funktioniert nicht; Hitze im Sommer, Kälte im Winter; Großraumbüro, teils sehr laut.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Keine Ahnung. Es wird auf Mülltrennung geachtet, aber... sonst ist die Umwelt kein Thema.
Gehalt/Sozialleistungen
Gehalt? Lachhaft. Prämien sind möglich.
Image
Das Arbeitsamt Göttingen vermittelt nicht mehr an die Invoco. Ebensowenig bekommen Agenten, die dort kündigen, eine Sperre. Ich denke, das sagt alles über das Image dieser Firma. Ich bin durchaus stolz, es ein halbes Jahr dort ausgehalten zu haben. So weiß ich, dass ich tatsächlich belastbar bin, und kann es guten Gewissens in meine Bewerbungen schreiben.
Karriere/Weiterbildung
Karriere im CallCenter - hier sicher möglich, aber ob das so erstrebenswert ist... Weiterbildungen habe ich kaum erlebt, auch nicht in der Führungsebene.