Wenn der angepriesene Ferrari sich als ordentlicher Mercedes-Benz entpuppt aber ständig nur noch in die Werkstatt muss.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nicht schlechter und nicht besser als andere Arbeitgeber auch.
Eine sicherlich gute 4-Sterne-Bewertung gibt es beim Thema Haushaltsplan wirklich vorausschauend, sicher, objektiv und strategisch. Eine herausragende 5-Sterne-Bewertung kann ich leider nirgends vergeben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
An vielen Stellen ist die Wahrnehmung konträr zur Realität. Oft ist auch der Wunsch an ein Ziel so stark, dass eine objektive Bewertung nicht mehr stattfindet oder nicht mehr erfolgen kann. Mittlerweile dreht man sich sehr häufig um sich selber und versucht es jedem und jeder immer Recht zu machen. Fehlentscheidungen und Fehlentwicklungen nehmen mehr und mehr zu, teilweise sind wirkliche Katastrophen entstanden. In den richtigen Kontext argumentiert ist aber alles nur noch halb so schlimm.
Verbesserungsvorschläge
Verbesserungsvorschläge gibt und gab es schon unzählige. An dieser Stelle muss sich erst die Geschäftsführung ernsthaft einmal ehrlich machen und an sich arbeiten, damit Verbesserungen bereits vom Kopf her auch gelebt werden können.
Arbeitsatmosphäre
Innerhalb der Unit herrscht eine gute Atmosphäre unter den Kollegen und Kolleginnen. Man unterstützt sich sehr gut in den Projekten und kann sich aufeinander verlassen.
Unit-übergreifend und mit der Geschäftsführung trifft dies nicht immer zu. Die Firma bemüht sich zwar redlich um ein gutes Betriebsklima, Fairness und Vertrauen, allerdings stolpert man regelmäßig über die eigenen Ziele und bewirkt das genaue Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen wollte.
Kommunikation
Es gibt monatliche Mitarbeiter-Calls, in denen man über viele Themen informiert wird. Dazu gibt es auch Einzelgespräche. Hier ist der Rhythmus allerdings stark von der Person abhängig, manche haben viele Gespräche, manche sehr wenige und wiederum andere gar keine. Seit Längerem wird hier experimentiert und noch nach der richtigen Methode geforscht. Seit einigen Monaten wird zusätzlich versucht OKR im Unternehmen zu verankern.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den direkten Kollegen und Kolleginnen innerhalb der Unit ist (sehr) gut. Unit-übergreifend schwankt es, je nach Unit.
Work-Life-Balance
Nicht besser und nicht schlechter als bei anderen Arbeitgebern. Von der Geschäftsführung werden Überstunden und Mehrarbeiten teilweise als selbstverständlich angesehen und man argumentiert hier gerne mit der vorhandenen Arbeitszeiterfassung und den Überstunden, die ja dem Mitarbeiter / der Mitarbeiterin gehören und wieder abgefeiert oder ausbezahlt werden können.
Vorgesetztenverhalten
Innerhalb der Unit gut und fair. Unit-übergreifend teilweise nicht gut bis hin zu respektlos und herablassend.
Für die Geschäftsführung gilt das Gleiche wie bei der Arbeitsatmosphäre, man ist redlich bemüht, stolpert mittlerweile aber so vor sich hin.
Interessante Aufgaben
Projekte und Aufgaben sind vielfältig und auch interessant. Bei der Verteilung der Aufgaben gibt es teilweise große Unterschiede und es gibt Kollegen und Kolleginnen, die regelmäßig über Wochen ausgebucht oder überbucht sind. Manchmal werden Aufgaben zwangszugewiesen und man argumentiert oft, wir machen es so gut wir grad können bzw. wir erlernen
das Thema einfach mal direkt am Kundenprojekt.
Gleichberechtigung
Die Frage nach dem Geschlecht ist keine. Bei den Themen Aufstiegs- und Weiterentwicklungschancen will man etwas methodischer vorgehen, da dies bisher eher undurchsichtigen ist und scheinbar willkürlich stattgefunden hat. Die Gleichberechtigung innerhalb von Berufsgruppen ist manchmal fraglich.
Umgang mit älteren Kollegen
Wertschätzung gibt es losgelöst von Alter und Geschlecht; Allerdings ist es mitunter stark personenabhängig. Der Anteil an Trainees / Juniors bei Neueinstellungen ist recht hoch.
Arbeitsbedingungen
Wer Großraumbüros mag, wird hier schon einmal nicht enttäuscht. Das Mobiliar ist teilweise stark in die Jahre gekommen und nur Mindeststandard. Für Neues (Möbel + Geräte) muss oft sehr lange Überzeugungsarbeit geleistet werden. Mit dem Rotstift oder einem Downgrade zugunsten des Geldbeutels muss man regelmäßig rechnen. Ein Ordnungsliebhaber sollte man nicht sein, manche Arbeitsplätze bis hin zu kompletten Räumen sind wirklich sehr unordentlich. Eine Reinigungsfirma gibt es nicht mehr, da, wie die Geschäftsführung begründet, man keine gute mehr findet, deshalb übernimmt den Job dankenswerterweise eine Kollegin.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Bewusstsein und der Wille ist da. Hier scheitert es oft, wie bei vielen anderen Themen auch, an einer guten, konsequenten und einheitlichen Umsetzung.
Gehalt/Sozialleistungen
Spätestens nach dem zweiten oder dritten Gespräch mit seinen Kolleginnen und Kollegen, wird man bemerken, dass Gehalts- und Sozialleistungen keiner wirklichen Logik folgen und eher eine Frage sind, wie gut man selber verhandeln / sich selber verkaufen kann.
Image
Hier muss man stark differenzieren. Gegenüber den Kunden und Kundinnen wird immer alles hübsch gemacht bzw. mit der richtigen Fragestellung sieht auch alles immer gut aus. Unter den Kollegen und Kolleginnen ist das Bild schon sehr durchwachsen mit teilweise erschreckenden Erfahrungsberichten. Fragt man die Geschäftsführung, sieht wieder alles hübsch aus.
Karriere/Weiterbildung
Die Karrierestufen von Trainee bis hin zu einem Senior XY sind Standard. Dieses Thema wie auch das Thema Weiterentwicklung wird aktuell am lebenden Objekt mit der ein oder anderen Methode erprobt um es in hoffentlich bessere Bahnen zu leiten.