Flieht, ihr Narren!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt Kaffee.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dass der Kaffee ständig leer ist. Und alles andere auch.
Verbesserungsvorschläge
Neue GF ohne Hausdrachen und trommelnde Orkse.
Arbeitsatmosphäre
"Flieht, ihr Narren!" hätte Gandalf lautstark gebrüllt, wenn er bei Pauli hätte arbeiten müssen. Da bringt man doch lieber einen gefährlichen Ring nach Mordor als sich den Launen der GF auszusetzen. Die Atmosphäre ist nämlich schwer davon abhängig in welcher Laune sich die Matriarchin des Unternehmens befindet. Jede kleinste Entscheidung, einfach alles muss über ihren Tisch wandern, was aber gar nicht so einfach ist, weil der dazugehörige Stuhl meistens unbesetzt ist. Tausend Baustellen, viel zu viele Unternehmen, Projekte und eine goldene Firmengeschichte, die langsam aber sicher zu Staub zerfällt. Jeder einzelne Mitarbeiter trägt zu viel, weil niemand von der GF sich die Mühe macht, den Überblick über alle vergebenen Projekte zu bewahren. Es ist schlicht nicht wichtig, ob die Mitarbeiter sich wohlfühlen oder aus dem Krankheitsstand zurückgeholt werden, Hauptsache die Schatzkammern sind reich gefüllt. Und wehe, man macht den Mund auf. Sogleich sorgen artig abgerichtete Hausdrachen für Ruhe und Ordnung.
Kommunikation
Die Kommunikation unter den Kollegen kann man nicht bemängeln. Die Kommunikation von Matriarchat zu den Mitarbeitern ist eher fragwürdig. Vieles, nahezu alles, von Urlaubsanträgen oder sonstigen organisatorischen Dingen verlaufen sich im Sumpf und kommen erst kurz vor knapp oder gar nicht zurück ans Tageslicht. Weil eben der Stuhl nicht besetzt ist und sowas auch nicht sonderlich wichtig für die sich füllen sollenden Schatzkammern ist.
Kollegenzusammenhalt
Um die Pauli Ring-Parabel bis zur Gänze auszufüllen: Das sind Gefährten mit denen man jedes Abenteuer bestehen kann.
Aber: das Auge schläft auch bei Pauli nicht. Man muss also durchaus bei manchen Acht geben, die Orkse trommeln das ganz fix bis an die wichtigsten Stellen...
Work-Life-Balance
Ist nicht. Starre Arbeitszeiten, regelmäßige Kämpfe um Arzttermine und Überstundenverordnungen gehören zum normalen Arbeitsalltag dazu.
Vorgesetztenverhalten
Das ist ein unsichtbarer Stern. Vorgesetzte wie es sie zu Zeiten der Buddenbrocks gab. Menschlichkeit gibts nur an "GuteLaune-Tagen" der GF und auch die ist mit Vorsicht zu genießen. Druck, Angstmacherei, Drohungen und das ständige Gefühl, durch einen falschen Schritt auf die Abschussliste zu geraten sind leider normal.
Interessante Aufgaben
Dadurch dass man so viel machen muss, ja interessant aber gleichzeitig sehr Kräfte zehrend. Ist man gerade in einem Projekt drin, kann es durchaus sein, dass man alles stehen und liegen lassen muss, um etwas anderes anzufangen, was man auch nicht beendet, weil es ja dann noch was wichtigeres gibt...
Gleichberechtigung
Ja. Alle werden gleich mies behandelt.
Umgang mit älteren Kollegen
Gibt es.
Arbeitsbedingungen
Großraumbüros, die mittlerweile recht spärlich besetzt sind, aber trotzdem in Hochzeiten zu laut, zu warm, zu stickig, zu zugig, kurz zu alles sind.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Bio wird GROSS geschrieben. Ökopapier genutzt. Die Heizung im Winter nach Feierabend ausgemacht. Biostoffe werden bei C.pauli produziert und Nachhaltigkeit nach außen kommuniziert. Trotzdem stehen und hängen im gesamten Gebäude ausgestopfte Tiere. Ist vielleicht auch eine Form der Nachhaltigkeit?
Gehalt/Sozialleistungen
Schwieriges Thema. Sollte man dort nicht ansprechen sonst kommen die dressierten Hausdrachen und räumen auf.
Image
Soll früher mal besser gewesen sein. Heutzutage ist nicht viel davon übrig. Außer den mottenzerfressenden ausgestopften Tieren. Die Mitarbeiterfluktuation ist immens, die Firma im Oberbergischen bekannt wie ein austopfter Hund. Deshalb wird vermehrt überregional gesucht, wo das zerstörerische Image noch nicht so bekannt ist.
Karriere/Weiterbildung
Ist nicht erwünscht.