PDAG als Ausbildungsbetrieb
Gut am Arbeitgeber finde ich
Viele Angebote für MA, super BB-Team und grossartige Unterstützung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe „Lohn“.
Verbesserungsvorschläge
Passt die Löhne der Studis an, so könnt ihr auch eher Personal ab HF übernehmen. Hätte ich in der Ausbildung mehr Lohn, wäre ich nicht gezwungen nach der HF als Temporär-MA zu arbeiten, damit ich das Geld wieder schneller zusammen habe. Viele Studis müssen sich verschulden bei Familie/Freunden, um über die Runden zu kommen. Dann gehen wir temp. arbeiten, um diese Schulden zu begleichen und können so nicht abgeworben werden, um in der PDAG zu bleiben.
Die Ausbilder
Die Berufsbildner der PDAG im Bereich Pflege sind TOP! Sie geben sich Mühe, sind für einen da und kümmern sich mit Herzblut um Studierende/Lernende. Einziger Abzug: Studierende reden miteinander. Einige BBs haben einen „schlechten Ruf“, weil sie einen zu kollegialen Umgang mit den Studis hatten. Ein solcher Umgang sollte/darf/kann nach Abschluss der Schule erfolgen, sollte während der Ausbildung jedoch im Rahmen gehalten werden.
Spaßfaktor
Spass an der Arbeit ist definitiv da. Es gibt Arbeiten/Tätigkeiten, welche weniger spassig sind, was jedoch normal ist.
Aufgaben/Tätigkeiten
Es gibt das Angebot einen Monat in Österreich zu arbeiten, sofern die gewünschten Kriterien erfüllt sind. Finde ich ein sehr cooles Angebot!
Weiter haben wir genügend Zeit zum Lernen, es wird uns Platz zur Verfügung gestellt und bei Fragen können wir Unterstützung anfordern. Die Auszubildenden Pflege (Dipl/FaGe/AGS) werden gefordert und gefördert.
Variation
Einblickstage auf andere Abteilungen sind möglich, was sehr lukrativ und spannend ist. Da in einer Psychiatrie viele Krankheitsbilder zusammenkommen, ist Abwechslung da.
Respekt
Gegenseitiger Respekt ist vollumfänglich da.
Karrierechancen
Übernahme nach der Ausbildung ist möglich und erwünscht. Es wird geworben und umgarnt, damit man bleibt. Weiterbildungen nach der Ausbildung kann ich nicht beurteilen, da ich noch nicht fertig bin.
Arbeitsatmosphäre
Wo Menschen arbeiten, kann es zu Konflikten kommen - das ist ganz normal. Dadurch gibt es Situationen, wo Studierende ihrem Frust Luft machen müssen, weshalb es zu Tratsch kommen kann (nicht Mobbing!). Ich erlebte meine Mitstudierenden jedoch als zuvorkommend, hilfsbereit und zufrieden. Einziger Abzug: Es gibt einzelne Studis, welchen es an Anstand/Respekt mangelt, weshalb es dann sein kann, dass eine Abteilung so schlechtgeredet wird, dass andere Studis schon fast Angst haben, dort zu arbeiten. Da wir alle anders sind, finde ich ein solches Verhalten nicht nötig. Es soll sich jeder ein Bild machen.
Ausbildungsvergütung
Das leidige Thema Lohn: In der Ausbildung ist ein geringerer Lohn normal, wofür auch alle Verständnis haben. Jedoch empfinde ich es als sehr unfair, wenn Quereinsteiger (ohne Pflegeerfahrung) einen vollen Lohn erhalten, welcher 3-4x so hoch ist wie mein Lehrlingslohn, obwohl ich vorher 10 Jahre FaGe war und eine langjährige Arbeitserfahrung in vers. Bereichen mitbringe. Ich finde, das sollte eher umgekehrt sein, denn viele FaGe lehnen eine WB zur HF ab, wegen der schlechten Entlöhnung. Möglichkeiten gibt es schon, jedoch kann diese Möglichkeit nicht jeder nutzen. Mir wurde angeboten ½ Jahr später die HF zu beginnen und währenddessen in der Psychiatrie zu arbeiten, um wenigstens einen ½ FaGe-Lohn zu erhalten. An und für sich ist dieses Angebot fair, aber ich finde es sollte generell bei Vorbildung FaGe angeboten werden, nicht nur mit Psychiatrie-Erfahrung. Auch eine Verpflichtung wäre möglich, sofern man sich übernehmen lassen möchte. Leider konnte ich diese Angebote nicht annehmen, weshalb ich nun (auch dank der Inflation) finanzielle Mühe habe. Lebenserhaltungskosten sind gestiegen, unsere Löhne leider trotzdem nicht.
Arbeitszeiten
Arbeitszeiten sind super. Es gibt keine geteilten Dienste (oder nur in Notfällen) und man hat Mitspracherecht. Einziges Manko: der Spätdienst dauert bis 23 Uhr, was ich persönlich als sehr lange empfinde.