Viel Aufwand für viel zu wenig Lohn. Mit den Tatsachen wird man erst bei Arbeitsbeginn konfrontiert
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nicht viel
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dies habe ich oben erwähnt
Verbesserungsvorschläge
Seid einfach von von Anfang an so ehrlich, dass zukünftige Zusteller mehrheitlich Werbung, Kataloge und Bettelbriefe zu verteilen haben. Von Briefsendungen zu sprechen, ist irreführend und rechtlich in einer Grauzone. Die Überwachung sollte auch bereits im Bewerbungsgespräch erwähnt werden, da diese eigentlich die Zustimmung eines Mitarbeiters bedarf
Die Zeit für das Sortieren des ganzen Krams ist immens zeitaufwendig. Auch wird seitens von Quickmail nicht berücksichtigt, dass nicht jeder Zusteller einen Lift im Haus hat, oder einen freien Keller - und somit einige, jede Woche und je nach Lieferung, über 100Kg hoch und runter schleppen muss. Somit sollte auch das Sortieren und befördern der Prospekte etc, um einiges besser bezahlt werden
Arbeitsatmosphäre
Gestaltet man sich selbst, da man alleine arbeitet
Kommunikation
Könnte besser sein
Kollegenzusammenhalt
Kann ich nicht beurteilen, da jeder für sich alleine arbeitet. Hatte nur einmal persönlichen Kontakt mit einem sehr netten und hilfsbereiten Kollegen, welcher mich eingearbeitet hat, daher vier Sterne
Work-Life-Balance
Ist OK, da man sich die Arbeitszeiten einigermassen frei einteilen kann
Vorgesetztenverhalten
In meinem Fall damals absolut unmöglich. Obwohl ich bereits gekündet hatte und während der Kündigungszeit wegen eines Unfalls krank geschrieben war, ein Arztzeugnis eingereicht hatte und an Krücken ging, wurde mir nochmals eine Lieferung mit Werbung zur Verteilung zugestellt. Da es mir unmöglich war, diese selbst zu verteilen, habe ich wie mit den Vorgesetzten per Mail abgesprochen, sämtliches Material für eine andere Mitarbeiterin bereitgestellt, inklusive Anhänger und weitere Arbeitsutensilien.
Einige Wochen später erhielt ich Post, dass ich eine Konventionalstrafe von Fr. 600.- zu bezahlen hätte, da ich angeblich teilweise die Werbung nicht zugestellt hätte. Zudem erhielt ich für zwei Wochen Arbeit, auch nie einen Lohn ausbezahlt!
Natürlich habe ich mich gegen die Konventionalstrafe entsprechend zur Wehr gesetzt und habe mich nicht einschüchtern lassen. Als mir mit Betreibung gedroht wurde, habe ich per Mail ganz klar kommuniziert, dass ich Rechtsvorschlag erheben würde und diese Konventionalstrafe nicht bezahlen werde. Offensichtlich mit Wirkung, danach habe ich nie wieder etwas von dieser Firma gehört und auch keine Betreibung erhalten.
Interessante Aufgaben
Absolut nicht, man stellt zu 95% sinnlose Werbung, Bettelbriefe mit angeheftetem Kugelschreiber oder ähnlichem, und Kataloge zu.
Gleichberechtigung
Das kann ich nicht beurteilen
Umgang mit älteren Kollegen
Dazu kann ich nichts sagen, da jeder für sich alleine arbeitet. Die Einarbeitung durch den jüngeren Kollegen, habe ich aber als sehr positiv erlebt. Daher drei Sterne
Arbeitsbedingungen
Diese schafft man sich selbst, vorausgesetzt - man kommt mit der miserablen Bezahlung, den Arbeitsbedingungen und der unnötigen Umweltbelastung klar. Aber das muss jeder Mitarbeiter für sich selbst entscheiden. Für mich persönlich war dies nicht vertretbar. Da man sich die Arbeitszeit mehr oder weniger frei einteilen kann, gibts dennoch drei Sterne von mir
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umweltsbewusstsein ist in keiner Weise nur im Ansatz vorhanden. Bereits beim Sortieren fällt unendlich viel unnötiger Plastikabfall an, welchen man auf eigene Kosten zu entsorgen hat. Ich wage auch mal zu behaupten, dass mindestens 95 Prozent der zugestellten Werbung, Katalogen und den Bettelbriefen ungelesen, bestenfalls im Altpapier, oder sonst im Müll landet
Gehalt/Sozialleistungen
Ein Stern sollte als Kommentar ausreichen ;-)
Image
Auf den Inseraten, in welchen Quickmail nach Mitarbeitern sucht, sieht man auffallend oft gestellte Situationen, wo der Verteiler/die Verteilerin, natürlich mit einem glücklichen Lächeln, nur eine Umhängetasche mit wenigen Zustellungen trägt. Und logisch ist da nirgends die Rede davon, dass auch langjährige Mitarbeiter immer noch via GPS überwacht werden, teilweise hunderte Kilos an Werbung, in ihre Wohnung schleifen müssen, um diese dort zu sortieren und dann wieder runterschleifen, um diese zu verteilen
Karriere/Weiterbildung
Für Zusteller, wohl eher nicht möglich