Viel Druck, schlechte Führung, Überstunden, Burnout
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das direkte Arbeiten für TV-Shows & Künstler.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Führung.
Verbesserungsvorschläge
Weniger Hierarchie, gesünderes Arbeitspensum, mehr Förderung von erfahrenen Mitarbeitern, Arbeitsrecht einhalten und Work-Life-Balance einführen.
Arbeitsatmosphäre
Seit einem Führungswechsel Anfang 2020 hat sich die Atmosphäre stark verschlechtert. Ein neuer Creative Director hat viel Unruhe in eine eigentlich familiäre Atmosphäre gebracht. Hierarchien wurden ausgebaut und verstärkt, Druck auf Mitarbeiter erhöht. Sehr viele Mitarbeiter fühlen sich überarbeitet und gestresst. Ein Betriebsrat wird dringend benötigt. Arbeitsrecht hat hier eine sehr eigene Definition.
Kommunikation
Wichtige Infos wurden häufig nicht weitergeleitet, immer wieder wurde "vermeintlich" vergessen mich ins CC zu setzen oder zu Meetings einzuladen, teilweise wurden Aufgaben ohne Rücksprache an Kolleg*innen übertragen. Dazu falsche Versprechen wie Gehaltserhöhung, Arbeitsentlastung oder mehr Kompetenzen. Stattdessen Bossing, Mobbing und immer mehr Druck. Anrufe & Mails gab es häufig auch nach Feierabend oder an freien Tagen. Dazu Vorgesetzte, die Arbeiten und Erfolge von Redakteuren als ihre eigenen verkaufen und sich selbst in stressigen Phasen zu schade sind mit anzupacken.
Kollegenzusammenhalt
Starke Spaltung des Teams durch immer mehr Hierarchie. BLAB besteht gefühlt fast nur noch aus Führungskräften. Auf eine Führungskraft kamen im Durchschnitt zwei Redakteure. Der noch vor 2020 herrschende familiäre Umgang miteinander, ist nicht mehr vorhanden. Hier zählt nur noch Leistung und eigener Erfolg. Vermehrte Kündigungen bestätigen diesen Negativtrend. Dazu systematisches Mobbing innerhalb eines kleineren Projektteams.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance ist hier nicht vorhanden. Zu viele Todos/Projekte gleichzeitig, dazu viel Stress und Druck seitens der Vorgesetzten. Trotz Teilzeit bei mir, habe ich das gleiche Arbeitspensum bewältigen müssen wie eine Vollzeitkraft - nur in kürzerer Zeit. Dazu Überstunden, Wochenendarbeit, ständige Erreichbarkeit oder Todos im Urlaub. Bei BLAB der Normalzustand. Teilweise jenseits von Arbeitsrecht. Ruhezeiten von elf Stunden zwischen Feierabend und Beginn sind in Produktionszeiten die Ausnahme statt Regel.
Vorgesetztenverhalten
Starke Erhöhung des Arbeitspensums, unrealistische Deadlines, zu hohe Projektdichte, immer stärkeres Hierarchiegefälle, hohe Mitarbeiter-Fluktuation, Bossing seitens Vorgesetzen & Teamleitern, versprochene aber nicht eingehaltene Gehaltserhöhungen, ständig wechselnde Verantwortungsbereiche und Arbeitszeugnissen die nicht oder falsch ausgestellt werden. Hier werden Mitarbeiter scheinbar systematisch zermürbt. Das führte bei mir zu Burnout, Beziehungsaus & Kündigung. Burnout wurde der Geschäftsführung im vertraulichen mitgeteilt. Ohne ernsthafte Bemühung, Rücksichtnahme, Entlastung oder Angebot einer BEM. Stattdessen gabs noch mehr Aufgaben, Vorgesetzte zweifelten Krankmeldungen an, beschwerten sich bei der Personalabteilung und versuchten in Gesprächen weiter Druck aufzubauen. Von einer Fürsorgepflicht keine Spur. Hier fehlt definitiv ein Betriebsrat.
Interessante Aufgaben
Aufgaben sind durch bekannte Shows oder Künstler interessant, machen aber keinen Spaß durch zu viel Druck und zu wenig Wertschätzung.
Gleichberechtigung
Leider erlebt: Ein Projektleiter, der eine weibliche Kollegin bevorzugt behandelte. Selbst die Geschäftsführung bestätigte dieses Problem, änderte aber nichts.
Arbeitsbedingungen
Eher durchschnittliche Ausstattung. Keine Diensthandys, obwohl täglich von Nöten. Teilweise langsame PCs, dazu immer wieder erschwertes Arbeiten durch Probleme mit dem internen Videoarchiv-Programm.
Gehalt/Sozialleistungen
Durch stark angestiegenes Arbeitspensum seit 2020 kein angemessenes Gehalt mehr. Bonuszahlungen während Corona gab es auch keine.
Image
Nach außen deutlich besser als intern.
Karriere/Weiterbildung
Keine Aufstiegschancen, da Führungskräfte nicht bereit sind Verantwortungen wirklich abzugeben. Statt erfahrene Mitarbeiter zu fördern, werden weiter neue Führungskräfte eingestellt.