Insiderbericht aus dem Saturn Neckarsulm, oder: 'Man reiche den kleinen Finger und bekomme den ganzen Arm abgerissen.'
Gut am Arbeitgeber finde ich
Tolle Kollegen, die zusammen halten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
In diesem Markt wird die Gutmütigkeit des Personals auf das ärgste ausgereizt.
Erst wurde das Personal auf ein Minimum reduziert um wirtschaftlich besser weg zu kommen.
Dadurch wird das Personal, mehr oder weniger zu Doppelschichten gezwungen, die wiederum die Überforderung und damit auch die Krankmeldungen vervielfacht hat.
Mehr Krankheitsfälle hatten mehr Doppelschichten zufolge.
Da dreht sich die Spirale der Überforderung.
Und angetrieben wird sie durch die Marktleiter.
Menschen die ihr Personal als Einrichtungsgegenstand und nicht als Lebewesen behandeln.
Es wird allen, grundlegend das Gefühl gegeben, nicht zu genügen.
Die andauernden Forderungen nach mehr Leistung zeigen nur, wie betriebsblind man hier im Büro sitzt. Jedoch bekommt man weniger das Gefühl von Betriebsblindheit, als von purer eiskalter Berechnung, auf kosten derer, die man pflegen sollte. Seinem Personal.
Ein trauriges Bild was sich hier abzeichnet.
In der Hoffnung das es als Mahnmal steht, welches selbst-reflektierend genutzt wird, um wieder menschlicher und sozialer zu werden, hinterlasse ich es mit der Absicht, auf zu wecken.
Verbesserungsvorschläge
Jeder der sich in der heutigen Leistungsdruckgesellschaft einem solchen Energiesauger unterwirft, sollte aufwachen, und die soziale Gerechtigkeit einfordern die ihm zu steht.
Wir sind Menschen, und keine Maschinen!!
Und sollte man euch dennoch so behandeln, gilt selbst dann:
Hört auf einfach nur zu funktionieren, wenn ihr nicht ausreichend mit Energie versorgt werdet.
Ich mache keinem Saturn-Mitarbeiter einen Vorwurf für seine Krankmeldung.
Jedoch gebe ich zu bedenken, dass das der falsche Weg ist.
Richtiger wäre, die Missstände offen an zu sprechen und Gerechtigkeit für alle zu fordern.
Und zwar gemeinsam, damit ihr nicht als Einzelfall dargestellt werden könnt.