Altmodische Führung! Ein Blick auf eine Firma von gestern.
Verbesserungsvorschläge
Ein möglicher Verbesserungsvorschlag wäre, dass der Arbeitgeber in Erwägung zieht, die Geschäftsführer-Ebene angemessen in Personalführung zu schulen. Dies könnte dazu beitragen, die Führungsebene zu stärken und die Qualität der Mitarbeiterführung zu verbessern.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre lässt zu wünschen übrig, denn während nach außen hin ein positives Bild vermittelt wird, herrscht intern ein unangenehmes Klima. Hinter den Kulissen wird über Kollegen getratscht, und jeden Morgen begrüßt uns der Juniorchef mit lauten Schreien oder dem Werfen von Gegenständen, die unordentlich platziert wurden.
Kommunikation
Die Kommunikation innerhalb des Teams ist mangelhaft, da oft Unklarheit darüber besteht, was jeder Einzelne tut. Die Kommunikation mit der Geschäftsführungsebene lässt stark zu wünschen übrig, insbesondere weil der Umgangston cholerisch und von lauten Schreianfällen geprägt ist. Es fehlt an Kritikfähigkeit, da jeder sofort in Tränen ausbricht, anstatt konstruktiv mit Feedback umzugehen.
Kollegenzusammenhalt
Die Bereitschaft zur gemeinsamen Arbeit ist eher begrenzt, da jeder primär bestrebt ist, ausschließlich seine individuellen Aufgaben zu bewältigen. Bei Aufgaben von erhöhtem Schwierigkeitsgrad zeigt sich eine Tendenz zur Ablehnung, und ein ausgeprägter Mangel an kollektivem Zusammenhalt wird deutlich. Die einzige Erscheinungsform von Gemeinschaftsbildung manifestiert sich, wenn der Vorgesetzte seine Unzufriedenheit lautstark kundtut, mitunter sogar unter Anspielung auf bedrohliche Szenarien wie den Einsatz einer Schrotflinte. In einem Akt der Solidarisierung aus Angst schließen sich die Mitarbeiter zusammen, wenngleich diese Kooperation am Ende als ziemlich widerwillig erscheint.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist gänzlich inakzeptabel, und es wird keinerlei Flexibilität bezüglich Krankheit oder familiärer Verpflichtungen gewährt. Die Geschäftsführung behauptet, dass derartige Belange nicht zu Lasten der Arbeitgeber ausgetragen werden können. Pünktlicher Arbeitsbeginn und das Streben nach einem rechtzeitigen Feierabend werden nicht positiv betrachtet. Vorzuziehen scheint es, eine halbe Stunde früher zu erscheinen und entsprechend später zu gehen.
Vorgesetztenverhalten
Die Leitungsebene zeigt sich nur dann wohlwollend, wenn man bedingungslos den Anweisungen des Vorgesetzten folgt. Kritik wird äußerst missbilligend behandelt, regelrecht beiseite geschoben und kann mit lautstarken Anschreien einhergehen. Die Vorgesetzten präsentieren sich beinahe als fehlerlos, sowohl in der Praxis als auch theoretisch, und neigen dazu, ihre Mitarbeiter als intellektuell minderwertig darzustellen.
Interessante Aufgaben
Tatsächlich mangelt es an wirklich fesselnden Aufgaben, da die Arbeit wenig intellektuelle Herausforderungen bietet. Der positive Aspekt besteht darin, dass wenig Denkarbeit erforderlich ist, jedoch fehlen wirklich bereichernde Aufgaben. Die Tätigkeiten sind vorwiegend mit körperlich anstrengender Arbeit verbunden, erfordern häufiges Bücken, Knien, Stehen und Heben.
Gleichberechtigung
Im Großen und Ganzen erfährt jeder letztendlich eine gleichermaßen mangelhafte Behandlung. Allerdings kann man feststellen, dass eine leicht verbesserte Behandlung oder Bevorzugung möglich ist, wenn man sich ein wenig einschmeichelt und sich bei den Vorgesetzten beliebt macht.
Arbeitsbedingungen
Die technische Ausstattung befindet sich in einem überaus veralteten Zustand – praktisch alles ist beschädigt oder defekt und funktioniert lediglich mit einer Auslastung von gerade einmal 70%.
Gehalt/Sozialleistungen
Das Gehalt für diese Position ist durchaus angemessen, insbesondere bedenkt man, dass die Anforderungen nicht besonders hoch sind. Leider lässt die Unterstützung im Bereich der Sozialleistungen sehr zu wünschen übrig – es gibt praktisch keine Zusatzleistungen oder sonstige Vorteile.
Image
Der dienstälteste Mitarbeiter hat mir mehrmals mitgeteilt, dass das Firmenimage stark gelitten hat. Dies spiegelt sich darin wider, dass keine neuen Mitarbeiter mehr gewonnen werden können. Dieses Urteil spricht bereits für sich.
Karriere/Weiterbildung
Die Arbeitsstelle bietet bedauerlicherweise keinerlei Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung, was die persönliche und professionelle Entwicklung der Mitarbeiter stark einschränkt.