Toxisches Arbeitsumfeld vom Feinsten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Produkte und die Branche wären sehr interessant
Die Aufgaben hätten das Potential zum Eigenständigen Arbeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Intransparenz, Inkonsequenz und absolut keine Mitarbeiterführung was dazu führt dass sich jeder selbst der Nächste ist. Der Arbeitsaufwand der dort zu bewältigen ist und die Geschäftsführung die viele Abläufe verkompliziert und permanent Zeitdruck, Stress und Chaos verbreitet, sind an sich schon eine schlechte Kombi.
Der Mitarbeiterstamm geht zusätzlich noch besonders selbstschädigend damit um, indem sich sehr sehr viel beklagt wird über die Zustände. Statt selbst etwas zu ändern oder sich zumindest ein angenehmes Arbeitsklima untereinander zu schaffen wird der Frust aneinander ausgelassen. Das äußert sich in unfreundlichem, ruppigem Verhalten und vor allem viel unnützem, gehäßigem Gerede übereinander. Wer sich der Lästertruppe nicht anschließt, über den wird gelästert.
Die Konsequenz: neue Mitarbeiter, oh wunder, möchten sich dort nicht integrieren und bleiben nicht lange. Der Teufelskreis geht also weiter. Schuld bei sich selbst sucht hier natürlich niemand. Alle anderen sind eben "zu blöd, zu faul und zu unfähig richtig zu arbeiten und halten nix aus".
Was menschliche, soziale und kommunikative Qualitäten angeht kann man hier leider lediglich ein Armutszeugnis ausstellen.
Verbesserungsvorschläge
Führung übernehmen, Mitarbeiterstamm radikal umstrukturieren, transparent kommunizieren, Mitarbeiter Anreize schaffen, Besser bezahlen, neue Mitarbeiter richtig einarbeiten und ihnen dann Bereiche auch anvertrauen, nicht ständig Prioritäten ändern, Ehrlich sein, die vermüllten Büros aufräumen und für Platz Struktur und Ordnung sorgen
Arbeitsatmosphäre
Die Geschäftsführung macht den Mitarbeitern meist unnötig Druck und Stress. Lob wird sich da selten abgerungen. Nichts ist genug und vor allem nicht schnell genug.
Die Mitarbeiter vergiften sich die Atmosphäre zusätzlich selbst mit ihren Lästereien. Auf neudeutsch: ein toxisches Arbeitsumfeld.
Kommunikation
Absolut intransparent, Informationen werden auch gerne vorenthalten
Kollegenzusammenhalt
In Krisenzeiten wird sich gegenseitig geholfen. Ein dauerhaft ehrliches, aufrichtiges und freundliches Verhältnis untereinander ist aber nicht zu erwarten. Das einzige was hier stabil ist, ist der alte Mitarbeiterkern der gerne rum jammert und über die Neuen herzieht.
Work-Life-Balance
Theoretisch ist eine freie Zeiteinteilung möglich. Praktisch ist es so, dass die Arbeit meist kein Ende hat, Kolleginnen gegenseitig wettstreiten wer am längsten bleibt (alle die früher nach hause gehen gelten als unkollegial und faul). Urlaub wird eher ungern während der "Saison" gewährt. Alles in allem: man muss seine Bedürfnisse ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzen.
Vorgesetztenverhalten
Leider absolut unvorhersehbar, macht Versprechungen die nicht gehalten werden, ändern ständig die Prioritäten, nimmt Probleme nicht richtig ernst sondern kreiert noch welche
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben könnten interessant sein, wenn man sie ausführen und mit gestalten dürfte. Ist aber leider nicht der Fall. Dementsprechend war die Tätigkeit inhaltlich stupide und unterfordernd, das Arbeitsvolumen dafür super hoch.
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung und Arbeitsmaterialien sind alt und es wurde zumindest bei der vorigen Geschäftsführung ungern investiert. Das soll sich unter der neuen Geschäftsführung wohl ändern.
Gehalt/Sozialleistungen
Es wird versucht so weit wie möglich runter zu handeln. Weihnachtsgeld oder ähnliches gibt es nicht. Keine Altersvorsorge. Nada. Nur das nötigste vom nötigsten.
Image
Die Mitarbeiter reden extrem schlecht über die Firma und Vorgesetzten. Was nachvollziehbar ist.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung oder Karriere gibt es dort nicht.