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Abacus 
Research 
AG
Bewertung

Grosskonzern mit alten Strukturen in der Findungsphase

2,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Forschung / Entwicklung bei Abacus Research AG in Wittenbach SG gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Ich empfehle die Bücher von David Graeber oder das intensive Studium der These von Laurence J. Peter bezüglich "Das Peter-Prinzip".

Ihr werdet die ganzen neuen Probleme nicht lösen, indem Abteilungen zusammen gelegt oder einem neuen "Head of..." unterstellt werden, solange ihr weiter ungeeignete Personen befördert oder "sinnlose Jobs" kreiert, die auf dem Rücken der vielen "kleinen Arbeiter" danach ausgebadet werden müssen.

Arbeitsatmosphäre

Eine Atmosphäre geprägt von "Angst". Ständig hat man das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben, auch wenn es nicht die eigene Abteilung betrifft.
Die Kommunikation des C-Levels (wenn man das Kommunikation nennen darf) erinnert an Schule oder Militär, bei der häufig über den Kamm geschoren wird und sich alle betroffen fühlen sollen. Das erzeugt das erwähnte Gefühl der Angst, "der nächste" sein zu können, der etwas falsch macht.
Seit Jahren wird umstrukturiert, ausprobiert, zurückgerudert - alles auf Kosten der Mitarbeiter. Was gestern galt, ist heute komplett veraltet. Pass dich an, akzeptiere oder geh'.

Kommunikation

Nicht vorhanden.
Auch neue Tools wie Kommunikations-Apps und interne News vermögen nicht zu verschleiern, dass man als Mitarbeiter die "News" gleichzeitig oder höchstens mit 1 Tag Vorlaufzeit zum Rest der Welt erhält. Natürlich kann vieles nicht früher kommuniziert werden auf Grund der vielen Mitarbeiter.
Das Problem ist aber auch in den kleinsten Bereichen zu finden. So erfährt man im eigenen Team meistens erst kurz vor allen anderen, wenn ein Mitarbeiter "wegbefördert" o.ä. wird.

Kollegenzusammenhalt

Kommt auf die Abteilung an.
Generell gilt trotz allen Teamevents und "wir sind doch eine glückliche Abacus-Familie", dass schlussendlich jeder für sich selbst kämpft und froh ist, nicht der Buhmann zu sein.

Work-Life-Balance

Urlaub/Freitage hat sich stets den Release-Prozessen anzupassen.
Das ist verständlich, bei praktisch monatlichen Auslieferungen von Patches führt das aber unweigerlich dazu, dass man seine Urlaubs-/Freipläne ständig anpassen und mit anderen im Team absprechen muss, was teilweise einfach kaum umsetzbar ist.
Auch werden seitens Vorgesetzten und C-Level immer wieder diejenigen Mitarbeiter hochgelobt, welche "um 3 Uhr morgens noch dies und das gemacht haben" und mit Sprüchen an Personalinfos u.ä. wie "Keine Ahnung wann diese Person überhaupt einmal schläft" oder "...und das trotz seiner zwei kleinen Kinder..." eine Erwartungshaltung an die Belegschaft gestellt, nach dem Motto, wenn du hier etwas erreichen möchstest, wird erwartet, dass du dein Privatleben dem Arbeitsleben unterordnest.
Leute, es sind nicht mehr 80 Mitabeiter, sondern 900. Früher war es selbstverständlich, dass man sich für die kleine Firma verstärkt einsetzte, aber in diesem Grosskonzern, bei dem ohnehin nur noch die Stars Beachtung finden, sind solche Sprüche kontraproduktiv, da 80% der Belegschaft ohnehin nie mehr erreichen können, als genau das, wofür sie eingestellt wurden.

Vorgesetztenverhalten

Der Grossteil der Vorgesetzten wird von einer kleinen Gruppe dem C-Level nahestehender Personen, bzw. dem C-Level selbst, bestimmt.
Es geht hier nicht um die Fähigkeit, ein Team oder Mitarbeiter zu leiten, sondern einfach nur darum, ob man "denen da oben" passt.
So spilet es keine Rolle, ob man 2 oder 20 Jahre hier arbeitet.

Interessante Aufgaben

Kann man finden, wenn man gewillt ist und niemand etwas dagegen hat.

Gleichberechtigung

Kann ich nicht beurteilen.

Umgang mit älteren Kollegen

Scheint OK zu sein.
Was auffällt, ist, dass "ältere Kollegen" (Firmenzugehörigkeit >25 Jahre) meist einfach noch irgend einen Job bis zur Pension erhalten, der im Grunde eigentlich nicht notwendig wäre (erfahrener Berater o.ä.) und einige das auch ganz klar hinter vorgehaltener Hand so kommunizieren und noch stolz darauf sind.

Arbeitsbedingungen

Je nach Arbeitsort im Hauptgebäude, im Neubau oder in der St. Fidener Filiale von überfüllt, eng, zu heiss, marode, steril, dunkel bis "Design kommt vor Funktion" alles vorhanden.
Homeoffice wäre hier eine ganz branchenübliche Lösung, aber die ist seit letztem Jahr nur noch an 1 Tag (von Dienstag bis Donnerstag) machbar, was aber ein trauriges Kapitel in Sachen Vertrauen des C-Levels für sich ist.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Neue PV-Anlage auf dem Dach und ein paar E-Auto Parkplätze.
Es wird sich gerne sehr Umwelt-/ und Sozialbewusst dargestellt, aber mit einer 80% Anwesenheitspflicht, egal wo man wohnt, keiner Förderung zur Nutzung des ÖV o.ä. ist ersichtlich, dass man das "eben im Portfolio haben muss".
Sozialbewusstsein ist so auch auf einem absoluten Muss, denn auch hier ist auf Grund der 80% Anwesenheitspflicht ein Arbeiten als Mitarbeiter mit Familie sehr schwierig.

Gehalt/Sozialleistungen

Leicht unter Durchschnitt.
War grundsätzlich schon immer so und wird mit steigender Mitarbeiterzahl sicher nicht besser.
Man hat es nicht nötig, da immer noch sehr viele Personen (von aussen) nur die glänzende Fassade sehen und sich denken, dass man ja viele Vorteile hat, wenn man Abacus als ehemaligen Arbeitgeber im Lebenslauf hat.
Aber diese Zeiten sind meiner Meinung nach bald einmal vorbei, da die Fassade stark bröckelt und immer mehr an die Öffentlichkeit kommt, wie Abacus inzwischen wirklich ist.

Image

Auf Grund der extrem weiten Verbreitung der Software in der Schweiz und dem Status, der grösste ERP-Anbieter der Schweiz zu sein, trotz allem immer noch ein gutes Image.
Man unterstreicht seitens HR auch immer wieder die vielen positiven Bewertungen, sei es auf Kununu oder sonst wo und auch die widerholten Auszeichnungen seitens Wirtschaft usw.

Tatsache ist, es ist ein Grosskonzern mit 900 Mitarbeitern.
Die kritische Masse wurde längst überschritten und es kann nicht mehr alles zurückgehalten werden, was Mitarbeiter und Ex-Mitarbeiter nach aussen kommunizieren, was gut ist, denn das sorgt endlich für ein bisschen mehr Transparenz und wird in naher Zukunft hoffentlich dazu führen, dass man Abacus auch extern wahrnimmt, wie sie wirklich ist: Gewinn- und Wachstumsorientiert. Punkt. Ein ganz normaler Grosskonzern wie jeder andere. Nichts mit heile Welt und grosse, glückliche Abacus-Familie. Diese Zeiten sind lange vorbei.

Karriere/Weiterbildung

Wenn du zu den Auserwählten gehörst, die seitens C-Level gepusht werden, bekommst du alles. Da kann die Karriereleiter von "ganz unten" bis ins C-Level möglich sein.

Was grundsätzlich gut ist, ist die Tatsache, dass Weiterbildungen (ganz oder teilweise) von der Firma übernommen werden.

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Arbeitgeber-Kommentar

Serena VillaniHead HR Operations

Vielen Dank für das offene Feedback.

Das starke Wachstum in der Abacus in den letzten fünf Jahren hat neue interne Strukturen erfordert. Solche neuen Strukturen bringen Unruhe, brauchen Zeit um zu wirken und benötigen «fine tuning», weil wir auf die Wünsche unserer Mitarbeitenden eingehen wollen. Die Abacus Research AG ist aber trotzdem noch lange kein Grosskonzern, sondern ein inhabergeführtes Unternehmen, das 520 Mitarbeitende an sechs Standorten beschäftigt – in Wittenbach, St.Gallen/St.Fiden, Winterthur, Biel, Lugano und Genf. Somit bleibt jeder Standort sehr übersichtlich und gleicht einem durchschnittlichen Schweizer KMU.

Zudem war und ist die Abacus Research nie auf Wachstum und Gewinn ausgerichtet. Dies bedeutet aber nicht, dass nicht auf Effizienz geachtet wird und Projekte nach einer bestimmten Zeit nach ihren Erfolgsaussichten neu bewertet werden. Dies ist ein natürlicher Prozess, um die Zukunft des Unternehmens nicht zu gefährden.

Die Abacus Research ist ein sozial denkendes und handelndes Unternehmen. Dass wir langverdienten Mitarbeitenden die Treue halten, wie auch herausragende Mitarbeitende loben, gehört einfach dazu. Die in der Bewertung genannten Zitate lassen den Eindruck aufkommen, dass wir Mitarbeitende, die einfach ihren Job gut erledigen, nicht schätzen würden. Das ist eindeutig nicht so. Dem widerspricht auch die grosse Anzahl an langjährigen Mitarbeitenden die dem Unternehmen weiterhin die Treue halten. Die Tatsache, dass «Ferien/Feiertage immer an die Release-Prozesse angepasst werden müssen», ist kein Abacus-spezifisches Problem, sondern typisch für die Software-Industrie.

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