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Marinello 
& 
Co. 
AG
Bewertung

Kritische Aspekte der Arbeitsbedingungen und Unternehmenspraxis

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2024 im Bereich Logistik / Materialwirtschaft gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben ist, dass trotz der geringen Lohnhöhe die Zahlungen stets pünktlich erfolgen, was ein gewisses Mass an Verlässlichkeit und finanzieller Planungssicherheit für die Mitarbeitenden bietet. Ein weiterer Vorteil ist der kostenlose Parkplatz, der den Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt wird. Dies spart nicht nur Kosten, sondern verbessert auch den Arbeitsweg, da Parkmöglichkeiten häufig knapp und teuer sind. Diese Massnahmen tragen dazu bei, den täglichen Arbeitsaufwand für die Mitarbeitenden zu erleichtern und schaffen ein zusätzliches Plus an Komfort.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Schlecht am Arbeitgeber ist die unzureichende Vergütung, insbesondere für Schicht- und Nachtdienste, die viele Mitarbeitende dazu zwingt, einen Zweitjob anzunehmen. Es fehlen klare Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten, was die langfristige Mitarbeiterbindung erschwert. Überstunden werden zwar finanziell entschädigt, jedoch nicht durch Freizeit ausgeglichen, was die Work-Life-Balance und die Gesundheit beeinträchtigt. Zudem gibt es keine zusätzlichen Sozialleistungen über den gesetzlichen Standard hinaus, was die Attraktivität des Arbeitgebers verringert.

Verbesserungsvorschläge

Der Arbeitgeber sollte die Vergütung an die Arbeitsbedingungen anpassen, Überstunden besser managen, klare Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten, Sozialleistungen erweitern, die Gesundheitsförderung ausbauen und in nachhaltige Qualität investieren, um sowohl die Mitarbeitermotivation als auch die langfristige Unternehmensentwicklung zu stärken.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist in Teilen beängstigend und trägt nicht zu einem positiven Arbeitsumfeld bei.

Kommunikation

Die Kommunikation zwischen den Abteilungen ist äusserst mangelhaft und führt häufig zu Missverständnissen.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt wird nur teilweise gelebt und könnte in vielen Bereichen verbessert werden.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance wird vom Arbeitgeber nicht aktiv unterstützt oder praktiziert.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhältnis leidet unter ineffektiven Gesprächen, die oft ohne klare Ziele, Strukturen und aktives Zuhören geführt werden, was zu Missverständnissen und unproduktiven Diskussionen führt.

Interessante Aufgaben

Die Arbeit bleibt unattraktiv, da es an Zeit und Gehör fehlt, um tatsächlich etwas zu bewegen.

Gleichberechtigung

Frauen im Unternehmen haben oft nicht die gleichen Chancen wie Männer, da sie häufig benachteiligt und in ihrer Entfaltung eingeschränkt werden.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Kollegen wird als positiv wahrgenommen, und es werden sogar ältere Mitarbeiter eingestellt. Allerdings wird diskutiert, ob dies sinnvoll ist, da die Anforderungen des Jobs sehr kräftezehrend sind.

Arbeitsbedingungen

Die aktuellen Arbeitsbedingungen sind nicht mehr zeitgemäss und bedürfen dringender Verbesserungen. Mitarbeiter arbeiten häufig ohne Tageslicht, was insbesondere bei Nachtschichten problematisch ist. Auch im Tagdienst gibt es keine Möglichkeit für Tageslichtpausen. Zudem fehlen oft geeignete Hilfsmittel oder diese sind defekt, was die Arbeit zusätzlich erschwert. Die zu hebenden Gewichte sind teilweise extrem hoch, mit Belastungen von mehreren Tonnen pro Tag, was das Risiko von Verletzungen erhöht.

Darüber hinaus wird keine Unfallpräventionsschulung angeboten, was die Sicherheit der Mitarbeiter gefährdet. Eine ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze sowie regelmässige Schulungen zu Sicherheits- und Gesundheitsthemen sind dringend erforderlich, um ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen. Es wäre sinnvoll, die Arbeitsbedingungen zu überprüfen und entsprechende Massnahmen zur Verbesserung einzuleiten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Umwelt- und Sozialbewusstsein scheint in der Organisation nicht verankert zu sein, da die Fahrzeuge oft mehrere Jahre alt sind und gravierende Mängel aufweisen. Zudem wird der Klimaschutz nicht aktiv verfolgt, was sich auch in der Produktpalette widerspiegelt, die nur sehr wenige bis keine klimafreundlichen Produkte und Dienstleistungen umfasst. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass ein Elektrofahrzeug im Einsatz ist, was einen ersten Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität darstellt. Es wäre wünschenswert, das Engagement für Umwelt- und Klimaschutz weiter auszubauen und die Produktangebote entsprechend anzupassen.

Gehalt/Sozialleistungen

Die Löhne stehen in keinem angemessenen Verhältnis zu den Arbeitsbedingungen, insbesondere bei Nachtschichten. Viele Mitarbeitende sind auf eine Zweitbeschäftigung angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Sozialleistungen beschränken sich auf das gesetzliche Minimum, wobei die Erhöhung des Arbeitgeberanteils zur betrieblichen Altersvorsorge insbesondere für ältere Mitarbeitende eine faktische Nettolohnkürzung bedeutet.

Zudem fallen regelmässig viele Überstunden an, die zwar finanziell entschädigt werden, jedoch langfristig die Work-Life-Balance und Gesundheit der Mitarbeitenden belasten. Eine Anpassung der Gehälter an die Inflation erfolgt nicht, und auch im Branchenvergleich liegt die Vergütung eher niedrig. Fehlende Karriereperspektiven und geringe finanzielle Anreize verstärken die Unzufriedenheit und Fluktuation.

Image

Das Unternehmen geniesst ein herausragendes Image bei seinen Kunden, was durch erhebliche Investitionen in Marketing, Servicequalität und Kundenbetreuung aktiv gefördert wird. Ein hohes Mass an Zeit und finanziellem Aufwand fliesst in den Aufbau und die Pflege dieses positiven Aussenbildes, sei es durch exzellenten Kundenservice, gezielte Werbekampagnen oder stetige Optimierung der angebotenen Produkte und Dienstleistungen. Kundenorientierung steht klar im Fokus, was sich unter anderem in schnellen Reaktionszeiten, individuellen Lösungen und einer konsequenten Anpassung an Marktbedürfnisse zeigt.

Dabei wird nicht nur auf die Neukundengewinnung gesetzt, sondern auch auf eine langfristige Kundenbindung durch exklusive Angebote und besondere Serviceleistungen für Bestandskunden. Allerdings stellt sich die Frage, ob der hohe Investitionsaufwand tatsächlich der Qualitätssteigerung dient oder in erster Linie das äussere Erscheinungsbild der Marke stärkt. Gleichzeitig könnte diese einseitige Ausrichtung bedeuten, dass andere Unternehmensbereiche, wie etwa interne Strukturen oder Personalentwicklung, in den Hintergrund geraten.

Karriere/Weiterbildung

Obwohl das Unternehmen stark in sein äusseres Image investiert, fehlt es intern an strukturierten Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Mitarbeitende haben nur begrenzte Chancen, sich fachlich oder persönlich weiterzuentwickeln, da weder gezielte Schulungsprogramme noch klare Aufstiegsperspektiven geboten werden.

Dies führt langfristig zu Frustration und mangelnder Motivation, da viele Mitarbeiter keine realistische Möglichkeit sehen, ihre Position oder ihr Gehalt durch Leistung und Engagement zu verbessern. Gleichzeitig kann der Mangel an internen Entwicklungsmöglichkeiten dazu beitragen, dass qualifizierte Fachkräfte das Unternehmen verlassen, um anderswo bessere Perspektiven zu finden.

Während die Kunden von hoher Servicequalität und massgeschneiderten Lösungen profitieren, bleibt die Weiterentwicklung der eigenen Mitarbeitenden weitgehend unberücksichtigt. Dies könnte sich langfristig auf die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auswirken.

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