Ich bin noch nie einer derart böswilligen Firma begegnet
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nichts...außer, dass ich dort nicht mehr hin muss ;-)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Buchstäblich alles - In den einzelnen Punkten sind nur einige Highlights aufgeführt
Verbesserungsvorschläge
Die Personalabteilung ist unfähig und kann kein fehlerfreies Dokument ausstellen. Das kommt duch vorindustrielles Abtippen bzw. händisches Ausfüllen von Formularen zustande. Ein komplettes Auswechseln des Personals in dieser Abteilung sowie eine Digitalisierung der Prozesse ist dringend nötig. Das gleiche gilt für das Führungspersonal (Auswechslung!). Ein Unternehmen, dass seine Mitarbeiter verachtet, kann nicht auf Dauer bestehen - und man sieht es bereits...siehe Anzahl der Stellenausschreibungen :-)
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist geprägt von Angst. Man bekommt gleich zu Beginn von Kollegen empfohlen nur den Kopf möglichst tief zu halten und nicht aufzufallen "sonst passiert etwas schlimmes". Dies ist vor allem geprägt von zahlreichen und nicht begründeten Kündigungen von guten Kollegen. Ich weiß nicht was persönlich schlimmer ist, wenn von einem Tag auf den anderen Kollegen (ohne Verabschiebung) verschwinden und sich Vorgesetzte nicht mal zu einer Information herablassen, warum diese plötzlich verschwinden. Oder wenn in Bereichsversammlungen bekannt gegeben wird, das Kollege xy leider das Unternehmen verlässt und man danach zufällig vom Flurgespräch hört, dass der Kollege wegen Nichtigkeiten gekündigt wurde.
Die Fluktuation im Bereich ist abnormal hoch. Es bleiben nur die Toxischen oder diejenigen, die alles mit sich machen lassen.
Kommunikation
Die Kommunikation ist verheerend. Mitarbeiter werden bewusst im Dunkeln gelassen. Personalabteilung kommuniziert trotz maximaler Unfähigkeit herablassend. Vorgesetzte fehlinformieren offen Mitarbeiter oder noch schlimmer, schreien diese im Büro an.
Kollegenzusammenhalt
Es gibt keinen Kollegenzusammenhalt. Jeder hat Angst etwas zu sagen, was jemand anderem einer Führungskraft weitergeben kann und zur Kündigung führt.
Work-Life-Balance
Dieses Wort ist höchstens bei Führungskräften vorhanden. Der Rest soll buckeln. Besonders pikant ist, dass Führungskräfte wegen jeder Kleinigkeit "Dienstreisen" ins Ausland sich untereinander genehmigen, was auch in einem einfachen Telefonat geklärt werden könnte - Spanien ist aber auch immer eine Reise wert :-)
Vorgesetztenverhalten
Im Vorfeld hatte ich einzelne Kununu-Bewertungen über das Führungsverhalten gelesen und diese für Einzelfälle / übertrieben gehalten. Jetzt weiß ich, dass die Realität viel schlimmer ist, als alles was in den Bewertungen beschrieben wurde. Der Großteil der Vorgesetzten kann ich persönlich als nichts anderes als zutiefst bösartig und menschenhassend bezeichnen. Die Art wie geführt wird, erinnert an einen totalitäres System. Bei kleinster Kritik werden Leute gekündigt und es wird natürlich kräftig nachgetreten. Aus diesem Grund werden bevorzugt Absolventen eingestellt, die noch nie gesehen haben, wie es in einer normalen Firma zugeht und froh sind, überhaupt einen Job zu bekommen. Im Anschluss werden gezielt schlechte Leistungsbewertungen ausgestellt, um Mitarbeiter am Weiterkommen zu hindern.
Mit Frauen wird teilweise wie das Allerletzte umgegangen. Und dabei handelt es sich nicht nur um dumme Sprüche in deren Anwesenheit, sondern Vorgesetzte lässtern am Mittagstisch mit Kollegen über weibliche Kollegen und lassen sogar zu, dass diese mit abwertenden Bezeichnungen überzogen werden.
Fachlich sind die Führungskräfte auf dem Niveau von vor 30 Jahren, was sich in der Entwicklung zeigt.
Interessante Aufgaben
Könnten vorhanden sein. Durch die fachliche Unfähigkeit der Vorgesetzten, wird aber keine echte Entwicklung gemacht, sondern nur das stupide Abarbeiten von Vorgaben. So kann keine Inovative Entwicklung funktionieren.
Gleichberechtigung
Frauen kann man nur empfehlen, um die Firma einen großen Bogen zu machen.
Ebenso Ausländern - Obwohl die in meiner Abteilung ca. 90 % der Kollegen ausgemacht hatten, wurde mit diesen von den (schweizer) Vorgesetzten wie das Letzte behandelt. Trotz einem hohen Anteil an nicht deutschsprachigen Ausländern, ist nicht mal die Bemühung zu sehen in verständlichem bzw. dialektfreien Deutsch zu sprechen.
Umgang mit älteren Kollegen
Welche Älteren Kollegen?
Diese sind entweder verheizt oder weggekündigt worden.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind massiv mangelhaft. Die Hälfte meiner Kollegen sitzt buchstäblich auf kaputten Stühlen (gebrochene Lehne oder Lehne, die nicht mal richtig aufrecht hält). Defekte Stühle werden im übrigen nur beim Bereichsleiter ausgetauscht.
Die Sitzdichte ist auch nach schweizer Arbeitsverordnungen viel zu hoch. Meine Stuhllehne hat die meines Hintermannes berührt. Man fühlt sich wie die Sardinen im Büro. Bei manchen Tischen sind die WC-Türen 2 Meter entfernt. Einfach widerlich u. nicht normal.
Die Klimaanlage ist viel zu kalt. Dadurch haben einige Kollegen andauernde gesundheitliche Probleme und kommen nur ich zitiere "mehrlagig angezogen" in die Firma. Entzundene Ohren, versteifte Wirbelsäule, eingeklemmter Ischias, schmerzende Gelenke und asthmatische Anfälle (bei dem sogar dem Vorgesetzten bange wurde und die Rettung rufen wollte) habe ich alles in meiner Zeit mitbekommen. Die meisten Kollegen mit denen ich gesprochen habe, hatten Angst etwas zu sagen. Mehrere Kollegen haben sich wegen gesundheitlicher Beschwerden beim Vorgesetzten gemeldet, was direkt in zwei Kündigungen geendet hat. Anderen wurden Mützen und Jacken für Büroarbeitsplatz ausgeteilt!
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umweltbewustsein: In St. M. wurden benachbarte Treibstoffsilos abgerissen und trotz bekannter Gefahrstoffe geraume Zeit nicht gegen Regen versiegelt (das wurde so von den Vorgesetzten kommuniziert). Da kann man die Umwelt nur lieben.
Auch das Sozialbewusstsein ist stark ausgeprägt. So werden nicht nur Mitarbeiter entsorgt wie es gerade gefällig ist, sondern es wird noch maximal nachgetreten.
Die Personalabteilung ist nicht befähigt zeitnah für den Mitarbeitenden und Ehemalige Dokumente zu erstellen, die u.a. für Ämter benötigt werden. Des Weiteren haben die Mitarbeitenden und die Führungskraft der HR eine zweifelhafte und ausgeprägte herablassende Kommunikationsform.
Ansonsten gibt es bei Firmenevents als Benefit für den Loyalen Mitarbeitenden z.B. eine verbrannte Wurst, halbgefrorene Brötchen oder als Beilage zum angebrannten Raclette ungare Kartoffeln - wer sollte sich da nicht wertgeschätzt fühlen, vor allem, wenn man den Eindruck hat, dass dies durch Abzüge aufgrund von Krankheit beim Bonus finanziert wird ;-)
Gehalt/Sozialleistungen
Im Stadler Konzern wird der Standort St. Margrethen besonders gerne für die Entwicklung gesehen, da es dort durch Grenzgänger besonders günstig ist. Besonders als Ingenieur wird man massiv unterbezahlt im Vergleich zu anderen Firmen in der Schweiz. Auch mit IG-Metall Tarif (Deutschland) verdient man besser. Der interne angewandte Mindestlohn für Absolventen einer Hochschule (ausgebildeter Ingenieur!) entspricht einem Techniker nach der Ausbildung = nicht studiertem. Gleichzeitig hat man eine deutlich höhere Verantwortung für Unternhmen und Kunden.
Mir wurde von der Personalabteilung mitgeteilt, dass das Gehalt rein nach Alter und nicht nach Erfahrung gestaffelt ist. "Da gibt es keinen Spielraum".
Ich habe allerdings erlebt, dass ein männlicher Kollege bei gleichem Alter und weniger Berufserfahrung min. 10k - 15k CHF bei der Neueinstellung mehr bekommt wie weibliche Kolleginnen.
Sozialleistungen außerhalb dem gesetzlichen Spektrum sind mir keine bekannt.
Als Grenzgänger muss man den Grenzgängerausweis bezahlen - dies ist äußerst fraglich. Des Weiteren werden ohne Rücksprache Überweisungsgebühren abgezogen, wenn der Lohn auf ein nichtschweizer Konto überwiesen wird - Lohnreduktion!
Image
Das Image ist intern schlecht. Nach außen wird es durch SVP freundliche Medien hochgehalten.
Wenn man mit im Rheintal lebenden Personen spricht, wird einem gesagt, dass bekannt ist, dass bei Stadler eine schlechte Arbeitsatmosphäre herrscht. Ich hätte das gerne vor meinem Antritt gewusst. Dann hätte ich mich niemals beworben.
Auch intern scheint der Imageverlust bewusst zu sein. Ansonsten würde sich nicht der Personalchef dazu herablassen beim Willkommenstag der neuen Mitarbeiter, diese darum anzubetteln "gute Bewertungen bei Kununu zu schreiben, da die schlechten Bewertungen von alleine kommen!". Etwas intern zu verbessern, dass es nicht zu so vielen schlechten Bewertungen kommt, fällt ihnen in der eigenen Überheblichkeit nicht ein.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen sind eigentlich im GAV & Weiterbildungsreglement verankert und müssen vom Vorgesetzten gefördert werden. In Realität ist das Gegenteil der Fall. Der Vorgesetzte entscheidet wie ein totalitärer Herrscher - die Buckler bekommen vielleicht die Weiterbildung, die Kritischen definitv nicht.