Alles andere als empfehlenswert
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich wurde im Urlaub ausnahmsweise nicht angerufen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Alles.
Verbesserungsvorschläge
Nehmen Sie sich die Verbesserungsvorschläge verdammt nochmal zum Herzen, bevor noch mehr MitarbeiterInnen und Mitarbeiter schlechte Bewertungen da lassen :)
Arbeitsatmosphäre
Im Allgemeinen ist die Arbeitsatmosphäre verbesserungswürdig. Als geringfügig Beschäftigte/r fühlt man sich alles andere als gleichberechtigt. Durch Kolleginnen, dessen Namen ich lieber nicht nenne, fühlt man sich während der Arbeit eingeengt und unwohl. Man bekommt zu hören, dass man sich nicht so anstellen solle, man sei schließlich nur eine billige Putzkraft. Äußert man als Minijobber Kritik an anderen MitarbeiterInnen, wird man direkt verurteilt. Man ging also gerne mal mit Bauchschmerzen zur Arbeit.
Mobbing am Arbeitsplatz wird hier also großgeschrieben :)
Kommunikation
Auch die Kommunikation ist ausbaufähig. Über Angebote, Neuerungen, etc.. wurde ausschließlich über die Kasse und in den Filialen liegenden Zetteln informiert. War man also 2 Wochen im Urlaub, wusste man von gar nichts :)
Kollegenzusammenhalt
Es gab Kolleginnen und Kollegen, mit denen man gut klarkam und auch gerne zusammengearbeitet hat. Leider haben es gewisse Mitarbeiterinnen auch soweit gebracht, dass man oft nicht zur Arbeit wollte, weil man überhaupt nicht gerne mit ihnen zusammengearbeitet hat. Trotzdem bin ich zur Arbeit gegangen, um mich dann doof von der Seite anmachen zu lassen.
Work-Life-Balance
Man wurde gerne wegen kurzfristigem Personalausfall morgens um 4:30 Uhr aus dem Bett geklingelt und gefragt, ob man um 6 zur Arbeit kommen könne. Einziger Vorteil: im Urlaub in Spanien wurde ich nicht gefragt, ob ich arbeiten kann.
Vorgesetztenverhalten
Man hat eigentlich nie viel von unseren richtigen Vorgesetzten gehört. Genau genommen wusste nicht mal, wer jetzt meine richtige Vorgesetzte Person ist. Außer von meiner Filialleitung hat man nie etwas von anderen gehört.
Interessante Aufgaben
Jeden Tag die selbe Arbeit. Ist also total eintönig. Das einzige was vielfältig war, dass sich gewisse Personen zu viel rausnehmen und deshalb ein riesen Drama machen.
Gleichberechtigung
Durch meine sexuelle Orientierung hat man eine indirekte Abneigung gegenüber mir verspürt. Man hat tatsächlich immer mal wieder von Lästereien mitbekommen. Traurig, dass das eigene Leben dieser Personen nicht interessant genug ist.
Umgang mit älteren Kollegen
Da ich unter 18 bin, bekomme ich generell aktiv nichts mit. Ich hatte in diesem Unternehmen immer Respekt vor den älteren Kolleginnen und Kollegen. Leider haben sich auch dort die Älteren zu sehr aufgespielt und gemeint, man müsste deshalb jede Aufgabe auf die Jüngeren schieben. Leider war es aber nur oft so, weil genannte Altersgruppe keine Lust auf diese Aufgaben hatten.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen an sich in den Umständen entsprechend. Dass hinter dem Tresen wenig Platz ist, ist klar. Allerdings war es oft schwierig, mit anderen Kolleginnen und Kollegen hinter dem Tresen zu stehen. Deshalb hab ich mich gefreut, wenn die mit mir arbeitende Person in Pause gegangen ist.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird viel zu viel weggeschmissen, weil das Angebot höher ist als die Nachfrage... Also nichts von Umweltbewusstsein.
Gehalt/Sozialleistungen
Dass man als Minderjähriger keinen Mindestlohn verdient, ist mir bewusst. Dass ich allerdings in meiner ganzen Zeit bei der Bäckerei Hermann mit 9,50 Euro pro Stunde abgespeist wurde, ist hart. Andere geringfügig Beschäftigte, die gerade mal ein Jahr älter waren als ich, obwohl sie selbst trotzdem minderjährig waren, haben sie mindestens einen Euro mehr verdient als ich. Begründung dafür war, dass die Personen später angefangen haben als ich und deshalb einen neueren Vertrag haben.
Image
Man konnte anderen Leuten nicht erzählen, dass man in diesem Unternehmen arbeitet. Das Image dieser Firma ist unterste Schublade.