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Bewertung

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Gute Kolleg:innen, starke Benefits – aber katastrophale Führungskultur

3,1
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Forschung / Entwicklung bei BMW Group in München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

• Sehr gute Bezahlung und Sozialleistungen
• Starker Tarifvertrag
• Flexible Arbeitszeiten und Homeoffice
• Kollegialer Zusammenhalt im Team
• Umfangreiches Weiterbildungsangebot
• Moderne Ausstattung

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

• Schlechte Führungskultur (insbesondere im Bereich DE-4)
• Kein Vertrauen in Mitarbeitende, viel Micromanagement
• Schlechte Kommunikation und Intransparenz
• Mangelnde Kritikfähigkeit der Führungskräfte
• Projekte werden ohne ersichtlichen Grund gestrichen
• ANÜs erst mit schlechteren Verträgen, dann entlassen
• Keine Konsequenzen nach schlechten Führungsbewertungen
• Schlechte Arbeitsatmosphäre durch Misstrauen und Druck
• Sparpolitik zerstört Motivation, Qualität und Innovation

Verbesserungsvorschläge

• Konsequente Entwicklung und Bewertung von Führungskräften
• Joint Leadership überdenken oder klar strukturieren
• Kommunikation offen, ehrlich und transparent gestalten
• Vertrauen in Mitarbeitende aufbauen statt Kontrolle ausüben
• Rückmeldungen ernst nehmen und Konsequenzen daraus ziehen
• ANÜs fair behandeln und langfristig einbinden
• Innovative Projekte langfristig sichern und fördern
• Weiterbildungen aktiv unterstützen statt kritisieren
• Betriebsrat als Partner sehen, nicht als Gegner

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre leidet stark unter der schlechten Führungskultur. Misstrauen, Unsicherheit und mangelnde Wertschätzung prägen den Alltag. Statt Vertrauen aufzubauen, wird Kontrolle ausgeübt. Die Stimmung im Team ist oft gedrückt, obwohl die Mitarbeitenden selbst motiviert und engagiert sind.

Kommunikation

Die Kommunikation funktioniert äußerst schlecht. Informationen werden häufig über Umwege oder „über drei Ecken“ weitergegeben, anstatt direkt und offen mit allen zu sprechen. Entscheidungen werden ohne Rücksprache mit dem Team getroffen, Transparenz ist praktisch nicht vorhanden. Kritik oder Verbesserungsvorschläge werden ignoriert oder als persönliche Angriffe gewertet.

Kollegenzusammenhalt

Das Team selbst hält gut zusammen und versucht, die Defizite der Führung durch gegenseitige Unterstützung auszugleichen. Kolleg:innen helfen sich gegenseitig, tauschen Wissen aus und schaffen so ein angenehmes Miteinander – trotz schwieriger Rahmenbedingungen.

Work-Life-Balance

Durch den Tarifvertrag und flexible Arbeitszeiten grundsätzlich gut. Homeoffice ist möglich und wird auch genutzt. Die Belastung steigt jedoch, weil viele Entscheidungen von oben unklar oder widersprüchlich sind, was zusätzlichen Stress erzeugt.

Vorgesetztenverhalten

Das größte Problem des Bereichs. Insbesondere im DE-42-Umfeld funktioniert das Joint Leadership überhaupt nicht.
Man fragt sich ernsthaft, wie manche Gruppenleiter:innen in ihre Positionen gekommen sind.
Die Führungskräfte sind nicht kritikfähig, intransparent und stark auf Selbstdarstellung bedacht. Micromanagement und fehlendes Vertrauen in die Mitarbeitenden sind an der Tagesordnung. Entscheidungen werden ohne Rücksprache getroffen, das Team wird nach außen schlecht vertreten.
Selbst interne Führungsbewertungen, die extrem schlecht ausgefallen sind, haben keine Konsequenzen nach sich gezogen. Gespräche mit dem Betriebsrat blieben ohne Wirkung.

Interessante Aufgaben

Es gibt viele spannende und innovative Projekte – oder besser: es gab sie. Leider werden langjährig entwickelte und vielversprechende Projekte ohne nachvollziehbaren Grund plötzlich gestrichen. Das demotiviert und vermittelt das Gefühl, dass Engagement und Ideen wenig zählen.

Gleichberechtigung

Grundsätzlich fair – auf struktureller Ebene gibt es keine größeren Auffälligkeiten. Im Führungsverhalten jedoch spürbar unterschiedliche Behandlung von Personen, je nachdem, wie „angepasst“ sie sich verhalten. Kritik wird selten objektiv behandelt.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Mitarbeitende werden grundsätzlich respektvoll behandelt. Ihr Wissen und ihre Erfahrung werden geschätzt, auch wenn es gelegentlich an echter Einbindung in neue Themen fehlt.

Arbeitsbedingungen

Moderne Ausstattung, saubere Büros und flexible Arbeitszeiten. Allerdings verschlechtern sich die Rahmenbedingungen durch die aktuelle Sparpolitik deutlich.
Ein besonders kritischer Punkt: ANÜ-Mitarbeitende (Leiharbeitnehmer:innen) wurden zunächst mit verschlechterten Verträgen konfrontiert und anschließend einfach gekündigt. Das hat im Team für große Verunsicherung und Unverständnis gesorgt – insbesondere, weil viele dieser Personen über Jahre hinweg zuverlässig und engagiert gearbeitet haben.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

BMW macht den Eindruck sehr viel für die Umwelt zu tun. Leider passt das Produktportfolio nicht ganz dazu.

Gehalt/Benefits

Unschlagbar – der Tarifvertrag, Gehalt, Altersvorsorge und Zusatzleistungen sind top und bleiben ein starkes Argument für BMW.

Image

Nach außen immer noch stark und prestigeträchtig, intern jedoch zunehmend von Frust und Vertrauensverlust geprägt. Das, was BMW als Arbeitgeber einmal ausgemacht hat, wird durch schlechte Führung und Sparmaßnahmen zunehmend beschädigt.

Karriere/Weiterbildung

Das Schulungsangebot ist hervorragend – vielfältig, modern und qualitativ hochwertig. Leider wird selbst hier teilweise negativ reagiert, wenn Mitarbeitende Schulungen wahrnehmen. Statt Weiterbildung als Chance zu sehen, wird sie von manchen Führungskräften eher kritisch beäugt. Das passt ins Bild mangelnder Führungskompetenz und fehlender Wertschätzung.

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