Ungesunder Arbeitgeber
Gut am Arbeitgeber finde ich
War in der Phase wo ich dort war wirklich bemüht das Thema Nachhaltigkeit in den Produkten umzusetzen. Außerdem gibt es eine Kantine.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Unterirdische Bezahlung und Überirdische Erwartung an Überstunden. Ständig wird alles über den Haufen geworfen und dann wieder zurückgeändert. Es gibt keine klare Strategie. Dadurch wird unglaublich viel für die Tonne gearbeitet. Auch die IT-Ausstattung und der IT-Support ließ zu wünschen übrig. Das Gebäude verkommt, ob Wasser das durchs Dach kommt, gecrashte Jalousien oder kaputte Klimaanlage - das Geld für die Reperatur wurde nicht investiert. In vielen Gebäudebereichen gab es auch keine Möglichkeit ein Fenster zu öffnen, viele hatten regelmäßig Kopfschmerzen.
Verbesserungsvorschläge
Besser mit den Mitarbeitern umgehen, faire Bezahlung und ein längerer Atem bei grundlegenden Entscheidungen und Konzepten. Fenster zum Lüften, die die Mitarbeiter frei wählbar öffnen und schließen können.
Arbeitsatmosphäre
Abhängig vom Team. Vor dem Schutzschirmverfahren war die Atmosphäre sehr gut, danach ging es steil bergab. Die netten Kollegen aus dem Team haben das ein bisschen wettgemacht.
Kommunikation
Regelmäßige Livetalks der Unternehmensleitung in denen aber nichts konkretes bei rumkam und man motiviert werden sollte noch mehr für die Firma zu geben.
Kollegenzusammenhalt
Die netten Kollegen waren auch nach der Umstrukturierung ein wahrer Lichtblick. Die Einzelkämpfer im Team gaben nach der Entlassung von 1/3 der Belegschaft im Design ihr letztes Tröpfchen Teamspirit ab und packten die Ellbogen gegen ihre direkten Teammitglieder mit denen sie eine Produktgruppe gemeinsam betreuten aus.
Work-Life-Balance
Work work work - welcher Mitarbeiter braucht überhaupt ein life?
Vorgesetztenverhalten
Meine Abteilungsleitung war top - nachdem sie das Unternehmen verlassen hatte gab es niemanden mehr dem man trauen konnte und der sich für die Mitarbeiter einsetzte. Ihre Nachbesetzung viele Monate später fand ich auch sehr sympathisch und machte mir einen guten Eindruck.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gab gute Aktionen und Ziele im Bereich Nachhaltigkeit und soziale Projekte.
Gehalt/Sozialleistungen
Abhängig vom Alter und in welchen Unternehmen man zuvor war, tendenziell war der Großteil aber stark unterbezahlt und viele Langjährige Mitarbeiter hatten kaum je eine Gehaltserhöhung gesehen. Jemand externes Ende 30 oder älter konnte durchaus weit über 60.000€ auf dem Gehaltszettel stehen habe, während manche Designassistenten wohl sogar bei nur 1800€ monatlich eingestellt worden waren. Dabei standen Gehalt, Qualität und Quantität der Arbeit und Arbeitszeiten der einzelnen Mitarbeiter in keinerlei Relation zueinander.