Ich hatte etwas anderes erwartet
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kollegen, nicht die beste, aber gute Bezahlung, extra Leistungen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
siehe Bewertung
Verbesserungsvorschläge
Ich hatte den Eindruck, dass man nicht mitbekommen hat, dass die Arbeits- und Kommunikationskultur sich stark verändert hat. In anderen Sozialunternehmen gibt es moderne Managementkultur, einen Austausch auf Augenhöhe, Wertschätzung und Anerkennung. Da liegt die Stiftung noch im Winterschlaf, was das betrifft.
Arbeitsatmosphäre
Zwischen den Klienten, Kollegen und bis zur Einrichtungsleitung alles ganz okay. Natürlich sind die Klienten nicht immer einfach, man muss sich auf verschiedene Charaktere einstellen- da sind allerhand Eigenschaften und Beeinrächtigungen dabei und das kann extrem schlauchen. Die Einrichtungsleitungen sind fair und tun im Rahmen ihrer Kompetenzbereiche ihr Bestes, der Zusammenhalt unter den Kollegen ist gut.
Kommunikation
Meist per Mail. Die Einarbeitung ist ein Witz. Nach 14 Tagen ist man auf sich allein gestellt.
Kollegenzusammenhalt
Das hat gut funktioniert, ich denke, es ist auch wichtig, die Arbeit ist körperlich und geistig anstrengend bis hin zu belastend.
Work-Life-Balance
Was die Arbeitszeiten betrifft, ist die Stiftung flexibel und man gibt sich Mühe, die Wünsche der Angestellten zu berücksichtigen. Die Arbeit schlaucht aber sehr. Ich hatte eine 30 Stunden-Stelle und war sehr erschöpft.
Vorgesetztenverhalten
Die Stiftung ist straff hierachisch strukturiert. Die Kommunikation ab Bezirksleitung/ Regionalleitung ist schlecht. Nicht nur inhaltlich gibt es Verbesserungsbedarf, sondern auch im Ton. Das Problem ist: man kennt diese Leute nicht, hat sie nie gesehen. Wenn die Arbeit normal läuft, dann meldet sich niemand, Anerkennung und Wertschätzung gibt es nicht. Bei Problemen oder Fragen, die man eventuell hat gibt es aber direkt Schelte.
Interessante Aufgaben
Es ist immer das Selbe, man gerät schnell in den Routine-Modus. Wenn man empfindlich ist dahingehend, dass es tägliche Rituale gibt und die Bewohner einem immer das Gleich erzählen, dass sollte man sich auf eine harte Zeit einstellen.
Gleichberechtigung
Wie bereits gesagt, der Arbeitgeber ist hierarchisch strukturiert. Was die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen angeht, kann ich nicht viel sagen, der Job ist ein typischer Frauenberuf mit entsprechender Aufstellung der Teams.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich glaube dahingehend ist man gut aufgestellt. Es gibt einige, die seit Jahrzehnten dort arbeiten.
Arbeitsbedingungen
Man gibt sich am Anfang viel Mühe, um die Leute zu bekommen, wie Prämien oder extra Urlaub. Sobald man aber unterschrieben hat, interessiert sich niemand aus der Leitungsebend mehr wirklich für einen.
Es gab Schutzmanahmen wegen Covid, irriiterend fand ich aber, dass wir sogar die benutzten Schutzhandschuhe auflisten mussten. Wenig vertrauen, so kam es mir vor. Das Büro war funktional, aber nicht gesundheitsfördernd eingerichtet.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ich denke, was den Umweltschutz betrifft, macht sich da keiner professionell Gedanken. Die Sache mit dem Sozialbewusstsein könnte aber stimmen.
Gehalt/Sozialleistungen
Es werden Dinge verlangt, für die eigentlich eine andere Gehaltseinstufung nach oben angesagt wäre.
Image
Ich kannte die Stiftung vorher nicht, obwohl ich seit Jahren in diesem Bereich unterwegs bin. Nach außen hin findet eine gute Öffentlichkeitsarbeit statt. Das Image ist bei Klienten und Angehörigen aber nicht besonders gut.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung gab es coronabedingt nur online und die Themen sind nicht besonders abwechslungsreich.
Wer Karriere machen will, sollte bedenken, dass die gläserne Decke ist mehr als offensichtlich.